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Mareike-Vic Schreiber
Volontärin
Leibniz-Gemeinschaft
Chausseestraße 111
10115 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49 - 652

Book a Scientist

Ernährung und Gesundheit, Emotion und Kognition, Bildungsforschung, Digitalisierung – Leibniz-Forschung berührt Themen aus dem alltäglichen Leben. Bei unserem Veranstaltungsformat „Book a Scientist“  können Sie sich in einem zwanzigminütigen Gespräch mit einem Experten oder einer Expertin der Leibniz-Gemeinschaft zu einem Thema Ihrer Wahl austauschen. Das Format findet im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 15.6. in Berlin statt. Bereits im Vorfeld können Sie ein Zeitfenster reservieren. Schreiben Sie dazu eine Mail an veranstaltungen(at)leibniz-gemeinschaft.de unter Angabe Ihres Namens, des Themas und des gewünschten Termins. Sie erhalten eine Bestätigungsmail, sofern der Termin noch verfügbar ist.

Die Gespräche finden im Haus der Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111, Berlin-Mitte, statt. Da „Book a Scientist“ ein Programmpunkt der Langen Nacht der Wissenschaften ist, muss ein Ticket erworben werden. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 9 Euro, Familien-Ticket 27 Euro. Weitere Informationen zur Langen Nacht bei Leibniz finden Sie hier


Themen und Zeiten

Spracherwerb: Wie lernen Kinder komplexe Satzstrukturen?

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Damaris Bartz

18.00: frei
18:20: frei
18:40: frei

Bereits im Mutterleib wird der Grundbaustein für den Spracherwerb gelegt. Doch erst im dritten Lebensjahr sind Kinder in der Lage, finite Sätze wie „Anna isst ein Eis“ zu bilden. Wenn Anna nun mitteilen kann, dass sie ein Eis isst und nicht mehr „Anna Eis essen“ sagt, ist auch die Ausbildung komplizierterer Satzstrukturen nicht mehr fern. Die Fähigkeit, finite Satzstrukturen richtig zu verwenden kann folglich als Meilenstein im Spracherwerb eines Kindes angesehen werden – doch wie lässt er sich erklären? Wie wirkt sich sein Gelingen oder Ausbleiben auf den Spracherwerb aus und welche Rolle spielen Wörter wie auch und aber in diesem Prozess?

Zur Person

Damaris Bartz ist Doktorandin am Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) im Bereich Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit. In ihrer Arbeit untersucht sie den Erwerb von auch und aber und ihren Einfluss auf den Finitheitserwerb. Nebenberuflich arbeitet sie als akademische Sprachtherapeutin in der Diagnostik und Therapie von Sprachentwicklungsstörungen.

Pädagogik: Wie werden wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen?

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Kathrin Berdelmann

18.00: frei
18:20: frei
18:40: frei

Wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gewonnen? Mit welchen Forschungsmethoden werden bestimmte Arten von Erkenntnissen möglich? Welchen erkenntnistheoretischen Hintergründen und welchen Auffassungen von Realität sind die unterschiedlichen Methoden verpflichtet? Was sind qualitative Forschungsmethoden, wie unterscheiden sie sich von quantitativ-statistischen Verfahren und wie sind beide Logiken miteinander verbunden?

Zur Person

Dr. Kathrin Berdelmann ist Habilitandin am DIPF | Leibniz Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Methodologie und den Methoden qualitativer Forschung und in historischer Forschung. Derzeit untersucht sie die Geschichte pädagogischer Beobachtung.

Die alte Bundesrepublik: Warum war sie ein Halbtagsschulland?

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Monika Mattes

18.00: frei
18:20: frei
18:40: frei

Ein Schultag, der um die Mittagszeit endete, war für Schülerinnen und Schüler der alten Bundesrepublik Normalität, die sich erst mit einem neuen Ganztagsschulprogramm nach dem „PISA-Schock“ veränderte. Warum besuchte im Westen Deutschlands - anders als im Osten und in vielen anderen europäischen Ländern - nur ein Bruchteil aller Schüler*innen des allgemeinbildenden Schulwesens eine ganztägige Schule? Welche Rolle spielte die Idee der Ganztagsschule auf der bildungspolitischen Agenda der Bundesrepublik? Und was wissen wir heute über die frühen Versuche mit Tagesheimschulen bzw. Ganztagsschulen?

Zur Person

Dr. Monika Mattes ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Entwicklung des Schulwesens in den beiden deutschen Staaten nach 1945 im Vergleich.

Nutztierverhalten: Wie schlau sind Kühe, Schweine & Co.?

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Christian Nawroth

18.00: frei
18:20: frei
18:40: frei

Sind Nutztiere intelligent? Und wenn ja, wieso wäre dies relevant? In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung zu den kognitiven Fähigkeiten von Tieren vermehrt Aufmerksamkeit erlangt. Im Vergleich zu den unzähligen Kognitionsstudien an Primaten und Hunden sind entsprechende Untersuchungen bei Nutztieren trotz deren weltweit hoher Anzahl stark unterrepräsentiert. Dabei ist das Wissen darüber, wie sie ihre Umwelt wahrnehmen und verstehen, essentiell für die Verbesserung ihres Wohlbefindens.

Zur Person

Christian Nawroth erforscht am Institut für Verhaltensphysiologie des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie (FBN), wie Nutztiere ihre physikalische und soziale Umwelt wahrnehmen und mit dieser interagieren. Dabei untersucht er insbesondere die kognitiven Fähigkeiten von Ziegen und wie das Wissen über diese genutzt werden kann, um Haltungsumwelt und Mensch-Tier-Interaktionen zu verbessern.

Adipositas und Typ-2-Diabetes: Sind die Gene schuld?

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Mandy Stadion

18.00: frei
18.20: frei
18.40: frei

Die Volkskrankheiten Adipositas und Typ-2-Diabetes sind mit schweren metabolischen Komplikationen, zahlreichen Begleiterkrankungen und einer damit verbundenen verkürzten Lebenserwartung assoziiert. Die Entstehung komplexer Stoffwechselerkrankungen resultiert aus einem vielschichtigen Zusammenspiel von Umwelteinflüssen und ihrer Wechselwirkung mit der individuellen genetischen und epigenetischen Ausstattung. Der Anteil der vererbbaren Komponente wir dabei oft unterschätzt, sie liegt bei 35-70 Prozent. Wissenschaftler haben bereits mehr als 100 Adipositas-und Diabetesgene aufgespürt und deren Zusammenhang mit der Krankheit genauer untersucht.

Zur Person

Dr. Mandy Stadion hat an der Universität Potsdam Ernährungswissenschaft studiert und am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) promoviert. Seit 2017 arbeitet sie in der Abteilung Experimentelle Diabetologie und erforscht die genetischen Ursachen des Untergangs insulinproduzierender Betazellen in der Bauchspeicheldrüse. Mandy Stadion ist Mitglied und Preisträgerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

Sprachproduktion: Was sind Laute?

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Heather Weston

18.00: frei
18:20: frei
18:40: frei

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Menschen und anderen Lebewesen ist unsere Fähigkeit, Sprachen zu erlernen und diese unter anderem zu Kommunikationszwecken zu verwenden. Neben den vielen anderen Geräuschen, die ein Mensch erzeugen kann, ist die Produktion von Sprachlauten von großer Bedeutung. Doch wie genau funktioniert die Erzeugung eines solchen Sprachlautes und was unterscheidet ihn von den Geräuschen, die Tiere von sich geben? Wie kommt es, dass Kinder bestimmte Sprachlaute vor anderen lernen? Was unterscheidet beispielsweise ein P von einem B – und ist aua ein Wort?

Zur Person

Heather Weston ist Doktorandin am Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) im Bereich Laborphonologie. Ihr Promotionsprojekt untersucht die Wechselwirkung zwischen Bewegung, Atmung und Sprachproduktion.

Gesundheit: Welchen Einfluss haben Bitterstoffe auf unseren Körper?

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Maik Behrens

20.00: frei
20:20: frei
20:40: frei

Geschmacks- und Ge­ruchsrezeptoren finden sich nicht nur auf der Zunge und in der Nase, sondern auch in vielen anderen Körpergeweben. Dort erfüllen sie vielfältige Funktionen, die für unsere Gesundheit von großer Bedeutung sind. So können Bitterstoffe in den Atmungsorganen eine erste Verteidigungslinie gegen krankmachende Keime aufbauen oder den Stofffwechsel in Verdauungsorganen beeinflussen. Dies verändert ihre Betrachtung von reinen Geruchs- und Geschmacksstoffen hin zu medizinisch wirksamen Nahrungskomponenten. Am Leibniz-LSB widmen wir uns der Erforschung dieser den gesamten Körper betreffenden Wirkungsweise mit dem Ziel, gesundheitsfördernde Lebensmittel zu entwickeln.

Zur Person

Dr. habil. Maik Behrens leitet seit 2018 die Arbeitsgruppe „Taste Systems Reception & Biosignals" am Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München (LSB). Zuvor war er viele Jahre am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke als Geschmacksforscher tätig.

Bioinformatik: Wie kann sie bei der Identifizierung von Krankheitsgenen helfen?

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Pascal Gottmann

20.00: frei
20.20: frei
20.40: frei

Bioinformatik wird einerseits benötigt, um Daten auszuwerten. Auf der anderen Seite können mit informatischen Methoden auch Daten miteinander in Verbindung gebracht werden, die beim bloßen Betrachten keinen Sinn ergeben. Bioinformatische Analysen ermöglichen etwa, relevante Genbereiche einzugrenzen und verantwortliche Genvarianten zu identifizieren, die mit der Entstehung von Adipositas und Typ-2-Diabetes zusammenhängen. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse können unter anderem als Grundlage für klinische Studien genutzt werden.

Zur Person

Pascal Gottmann hat seine Begeisterung für Biologie, Mathematik und Informatik mit seinem Studium der Bioinformatik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main verwirklichen können. Seit 2016 promoviert er in der Abteilung "Experimentelle Diabetologie" am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) zum Thema micro-RNA und deren Relevanz bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes und Adipositas. In Zukunft möchte er neue Analyse-Methoden, etwa die Anwendung künstlicher Intelligenz, entwickeln, um aus bestehenden Datensätzen die erkrankungsrelevanten Erkenntnisse zu maximieren.

Emotionen: Sorgt die linke Gehirnhälfte für gute Gefühle?

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Lisette Leliveld

20.00: frei
20.20: frei
20.40: frei

Ob wir einen guten oder schlechten Tag haben, hängt auch davon ab, wie wir emotionale Reize wahrnehmen und verarbeiten. Studien zeigen, dass Menschen mit ausgeprägter rechter Gehirnhälfte - etwa Linkshänder - zurückhaltender auf herausfordernde Situationen reagieren. Auch Nutztiere zeigen unterschiedliche Angstreaktionen, je nachdem, ob sie einen bedrohlichen Reiz mit dem linken oder dem rechten Auge wahrnehmen. Wird der beängstigende Reiz mit dem rechten Auge erfasst, das überwiegend mit der linken Gehirnhälfte verbunden ist, fällt die Angstreaktion schwächer aus. Welchen Einfluss haben Sinneswahrnehmung und -verarbeitung auf unser Gefühlsempfinden?

Zur Person

Lisette Leliveld ist Biologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Verhaltensphysiologie am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf. Dort beschäftigt sie sich mit der Erforschung verschiedener Indikatoren von Emotionen und Wohlbefinden beim Hausschwein, etwa der Aufgabenteilung und Spezialisierung der Großhirnhemisphären. Als Linkshänderin interessiert sie sich auch persönlich für das Thema.

Digitalisierung: Können wir mathematisches Wissen bald digital speichern und automatisch erweitern?

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Olaf Teschke

20.00: frei
20:20: frei
20:40: frei

Mathematisches Wissen zeichnet sich durch eine eigene Formelsprache, eine kompakte Form und präzise Aussagen aus. Mit der Digitalisierung ist die Hoffnung verbunden, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zunehmend automatisch verifizierbar werden und darüber hinaus wesentliche neue Ergebnisse generiert werden können. Wie sind die Aussichten auf eine umfassende digitale mathematische Wissensbasis vierzig Jahre nach den ersten "Computerbeweisen"?

Zur Person

Olaf Teschke ist Leiter der Abteilung Mathematik am FIZ Karlsruhe - Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ KA) und dort zentral mit der Erstellung des Informationssystems zbMATH befasst. Er wurde als deutscher Vertreter in die achtköpfige Arbeitsgruppe der International Mathematical Union zur Verwirklichung einer Global Digital Mathematics Library berufen. Darüber hinaus beschäftigt er sich in verschiedenen Gremien der European Mathematical Society oder der Deutschen Mathematikervereinigung mit Themen wie der Zukunft wissenschaftlichen Publizierens und der Bewertung mathematischer Ergebnisse.

Ballaststoffe: Welche Wirkung haben ihre Abbauprodukte auf unseren Stoffwechsel?

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Karolin Weitkunat

20.00: frei
20.20: frei
20.40: frei

Darmbakterien wandeln Ballaststoffe unter anderem in die kurzkettige Fettsäure Propionat um, die das Auftreten einer Fettleber und Insulinresistenz vermindern kann. Wir gehen davon aus, dass diese positiven Effekte durch eine erhöhte Verfügbarkeit des Abbauprodukts Propionyl-CoA auftreten. Derzeit untersuchen wir, ob auch andere Nahrungsbestandteile, etwa Eiweiße, den Propionyl-CoA-Anteil erhöhen und damit ebenso wie Ballaststoffe die Stoffwechseleigenschaften der Leber verändern können.

Zur Person

Dr. Karolin Weitkunat hat Ernährungswissenschaft an der Universität Potsdam studiert. Gepackt von der Liebe zur Ernährungsforschung fertigte sie daraufhin in der Abteilung Physiologie des Energiestoffwechsels am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ihre Doktorarbeit zum Thema „Ballaststoffe und kurzkettige Fettsäuren in der Entwicklung von Diät-induzierter Adipositas“ an. Nach ihrer Promotion möchte die 31-Jährige als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIfE weiter die Rolle des Stoffwechselprodukts Propionyl-CoA aufdecken.

Invasive Blutsauger: Sind Mücken gefährlich?

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Doreen Werner

20.00: frei
20:20: frei
20:40: frei

Im Rahmen unserer Forschungsarbeit bearbeiten wir verschiedene Aspekte rund um blutsaugende Mücken, die die positive und negative Bedeutung von Mücken umfassen. Eine wichtige Rolle spielen dabei invasive Arten, die als Überträger von Krankheitserregern im Fokus des öffentlichen Interesses stehen.

Zur Person

Dr. Doreen Werner bearbeitet seit über 25 Jahren diverse Fragestellungen synanthroper und blutsaugender Fliegen und Mücken und leitet am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) eine Arbeitsgruppe. Im Gegensatz zum negativen Image der Insekten in der Öffentlichkeit betrachtet sie die Tiere mit eigenem euphorischen Blick.