Das Speeddating mit der Wissenschaft
Sie haben Fragen? Dann kommen Sie ins Gespräch – mit einer Expertin oder einem Experten.
Vom 6. bis 8. November ist die Leibniz-Gemeinschaft mit „Book a Scientist“ auf der Berlin Science Week zu Gast! Das bewährte Motto: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Persönliche Termine mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern können ab sofort gebucht werden, die zwanzigminütigen Gespräche finden dann vor Ort auf dem Festival im Haus der Kulturen der Welt (HKW) statt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin. Für den Zugang zum Berliner Festivalgelände benötigen Sie einen kostenlosen 3-Tages-Pass. Bitte sichern Sie sich diesen im Voraus hier.
Und nun: Wählen Sie Ihr Lieblingsthema aus, buchen Sie einen Slot und stellen Sie später im Einzelgespräch alle Fragen, die Sie schon immer interessiert haben!
Freitag, 6. November 2026
Longevity-Hype vs. Lebensstil: Brauchen wir teure Behandlungen oder reichen Sport und Ernährung, um gesund zu altern?
Mit Dr. Catrin Herpich, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Diäten, Supplements und Fitness-Tracker: Der Longevity-Hype verspricht ein längeres, gesünderes Leben. Was steckt wirklich dahinter? Catrin Herpich trennt fundierte Empfehlungen von fragwürdigen Versprechen und zeigt, warum bewährte Gewohnheiten für Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität entscheidend bleiben.
Sprachen: deutsch/englisch
Intervallfasten – Hype oder Hoffnung?
Mit Dr. Bettina Schuppelius, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Essen im Takt mit der inneren Uhr liegt im Trend. Doch was sagt die Wissenschaft über mögliche Vorteile und Risiken? Im Gespräch erklärt Bettina Schuppelius, was wir nach heutigem Forschungsstand über Intervallfasten wissen, für wen eine Anpassung der Essenszeiten sinnvoll sein könnte und welche Fragen noch offen sind.
Sprachen: deutsch/englisch
What is inside the smoke from biomass burning and how toxic is it?
Mit Mokshika Saxena, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)

Biomass burning releases harmful chemicals which can affect both our health and the climate. My research combines field measurements and laboratory chamber experiments to understand these emissions and change in the atmosphere. I also study how these particles could contribute to oxidative stress in the body. The aim is to understand what is really inside the smoke and how it would affect us.
Sprachen: englisch
Mineral dust in the atmosphere – what it does and how it looks like?
Mit Sofia Gómez Maqueo Anaya, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)

‘Mineral dust’ isn’t one thing, it varies in chemistry, shape and origin, from desert winds to ploughed fields. We traced Saharan dust reaching Cabo Verde, studying what it carries: mining gases, bacteria, fungal spores. Now, here in Germany, we are looking at dust from farms and pig stalls for antibiotic-resistant bacteria, and asking whether it puts us at risk.
Sprachen: englisch
Faserhanf als Roh- und Werkstoff - ein echtes Multitalent?
Mit Dr. Hans-Jörg Gusovius, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB)

Die vielseitige Kulturpflanze Hanf begleitet uns seit Jahrhunderten. Durch alternative Faserrohstoffe verlor sie jedoch an Bedeutung. Seit etwa 30 Jahren erlebt Nutzhanf eine Renaissance: Das Interesse wächst bei Landwirt*innen an nachhaltigeren Fruchtfolgen und bei Verbraucher*innen an gesunden Lebensmitteln und zirkulären Naturfaserprodukten. Welche Chancen und Hürden hat Nutzhanf?
Sprachen: deutsch/englisch
Imkerei in der Agrarlandschaft - ein Tandemprojekt bringt Berufsimkereien und Agrarforschung zusammen
Mit Jana Bundschuh, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)

Wie können Betriebe und Forschung gemeinsam Projekte entwickeln und sich gegenseitig beraten? Wir testen dafür einen Tandemprozess zwischen Wissenschaftler:innen und Berufsimkereien in Brandenburg und Hessen. Es braucht: ein passendes Tandem, Begegnung, Vertrauen und die Entwicklung gemeinsamer Ziele. Lassen Sie uns darüber sprechen, wie die Imkerei stärker in die (Agrar-)forschung eingebunden werden kann und welche Forschungsfragen für Berufsimkereien relevant sein könnten.
Sprachen: deutsch/englisch
Erwin Schrödinger: Genie und/oder Täter?
Mit Martin Gronau, Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL)

Seit 2021 belasten schwere Missbrauchsvorwürfe den Ruf des Physik-Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger. Doch was ist an den Vorwürfen überhaupt dran? Diskutieren Sie mit mir potenzielle Irrwege der Wissenschaftsbiographik sowie die Voraussetzungen für die mediale Skandalisierung vermeintlicher Genies.
Sprachen: deutsch
Sprachwandel im Deutschen
Mit Dr. Kristin Kopf, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)

Die deutsche Grammatik verändert sich ständig: Neue Formen entstehen, alte sterben aus, ohne dass die Sprache dadurch an Vielseitigkeit oder Funktionsfähigkeit verlieren würde. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie es dem Genitiv derzeit geht, warum der Konjunktiv II kaum noch verwendet wird, wie Anglizismen sich anpassen, warum "etwas gestohlen bekommen" kein Widerspruch sein muss und vieles mehr, freue ich mich auf ein Gespräch mit Ihnen!
Sprachen: deutsch/englisch
Samstag, 7. November 2026
Missing data and your misgivings about statistics
Mit Char Hilgers, DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Char Hilgers studies statistical techniques for nonresponse in survey settings: when missingness means something. Talk to a mathematician about missing data and your misgivings about statistics.
Sprachen: englisch
Häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt: Sozioökonomische Determinanten, Folgen und wirksame Maßnahmen zum Opferschutz
Mit Dr. Clara Schäper, DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt hat weitreichende Folgen für Betroffene, Familien und die Gesellschaft insgesamt und wird von unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Faktoren beeinflusst. Wie können die sozioökonomischen Ursachen und Folgen häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt besser verstanden werden und welche politischen Maßnahmen sind geeignet, um Betroffene wirksam zu schützen und Prävention nachhaltig zu stärken?
Sprachen: deutsch/englisch/französisch
Water pollution and the invisible life in water
Mit Dr. Erika B. Martínez Ruiz, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Thousands of tiny organisms live in our lakes and rivers, even though we cannot see them. They are essential for healthy ecosystems, but what happens when pollutants enter the water? Erika Martinez Ruiz investigates how pollutants such as pesticides, metals and cigarette-butt chemicals affect these microscopic organisms and their interactions. Come and discover why this invisible world matters.
Sprachen: englisch/spanisch
Wehrbare Pflanzen: Weniger Pflanzenschutz, ausreichend Gemüse?
Mit Prof. Nicole van Dam, Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften (IGZ)

Wie wehren sich Pflanzen gegen Schädlinge und wie lässt sich dieses Wissen für einen nachhaltigen Gartenbau nutzen? Pflanzen produzieren eine Vielzahl chemischer Stoffe zur Verteidigung. Das Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen ist die Basis für die Entwicklung umweltfreundlicher Anbaumethoden. Diese reduzieren den Einsatz von Pestiziden und ermöglichen gesunde und ausreichende Ernten.
Sprachen: deutsch/englisch/niederländisch
Das Unsichtbare sichtbar machen. Sammlungsforschung am Deutschen Schifffahrtsmuseum
Mit Dr. Antje Schmidt und Dr. Katharina Süberkrüb, Deutsches Schifffahrtsmuseum - Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM)

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum bewahrt Schiffe, Fotos, Archivalien und maritimes Sammlungsgut. Oft mit kolonialen, globalen Bezügen – etwa bei „Seemannsmitbringseln“ aus aller Welt. Lückenhafte Informationen und fehlendes Wissen zu deren Erwerb erschweren dabei die Forschung und vielstimmige Erzählungen aus der Sammlung. Das DSM begegnet dem, indem es Unsichtbarkeiten aufdeckt und Lücken sichtbar macht.
Sprachen: deutsch/englisch
Was bedeutet das Heizen mit Holz und anderen festen Brennstoffen für die Luftqualität?
Mit Dr. Nabil Deabji, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)

Das Verbrennen von Holz und anderen festen Brennstoffen spendet Wärme, setzt aber auch Feinstaub und schädliche Gase frei. Wie wirkt sich dies auf die Luftqualität in Innenräumen und im Freien sowie auf unsere Gesundheit aus? Gemeinsam werden wir uns mit den entstehenden Schadstoffen, ihren Auswirkungen und praktischen Möglichkeiten zur Emissionsminderung befassen.
Sprachen: deutsch/englisch
Was passiert eigentlich mit Emissionen? Atmosphärenchemie von Molekülen über Partikel bis zum Klimawandel
Mit Dr. Yarê Baker, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)

Was geschieht mit Gasen und Partikeln, nachdem sie in die Atmosphäre abgegeben wurden? Und was für Stoffe gelangen durch natürliche Prozesse oder menschliche Aktivität überhaupt in die Luft? In der Atmosphäre laufen unzählige Reaktionen ab, die Stoffe um- und abbauen, die Partikelkonzentration verändern und Klima und Wetter beeinflussen. Welche Rolle Bäume dabei spielen oder was mit Rauch passiert, sind nur zwei spannende Fragen, über die wir gerne sprechen können.
Sprachen: deutsch/englisch
Micro- and nano- plastics in urban air
Mit Ankush Kaushik, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)

Air-quality monitoring routinely measures particulate matter, but rarely determines how much plastic these airborne particles contain. Measuring plastics in the air is challenging because they have different chemical compositions and occur across a broad range of particle sizes. We analysed common types of plastic in Leipzig’s urban air and found that tyre wear was a major contributor. This raises important questions about the sources of airborne plastics, human exposure, and their potential effects on health and the urban environment.
Sprachen: englisch
The secret chromosome of songbirds: evolution and function
Mit Dr. Francisco J. Ruiz-Ruano, Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB)

Did you know that two thirds of bird species carry a secret "ghost" chromosome? This so-called germline-restricted chromosome is essential for reproduction, discarded from normal cells like blood or muscle and evolved within 50 million years. I’ll explain how this strange chromosome appeared and why birds keep it just for making sperm and eggs.
Sprachen: englisch
Exoplanets: The New Worlds and the Quest for Life Therein
Mit Prof. Jean-Michel Désert, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)

Since November 2025, Jean-Michel Désert heads the group “Exoplanets and Their Atmospheres” at the AIP. Highly precise observations and state-of-the-art computer simulations are providing new insights into climate processes and atmospheric chemistry on faraway worlds. The aim is to better understand exoplanetary systems and to find evidence of potentially habitable exoplanets and biosignatures in alien planetary systems.
Sprachen: englisch/französich
Challenges in diagnosing language disorders in multilingual children
Mit Dr. Rowena Garcia, Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS)

Most children worldwide grow up multilingual, yet identifying language delays remains challenging. Typical multilingual development may be mistaken for impairment, while genuine difficulties can be overlooked. Our research addresses this gap through work in understudied multilingual communities, including the Philippines, and by developing fairer assessment tools for multilingual children.
Sprachen: englisch/tagalog
Sprachliche Aspekte der Integration von Migrant:innen
Mit Dr. Ibrahim Cindark, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)

Am IDS untersuchen wir seit den 1970ern die sprachlichen und soziokulturellen Folgen von Migration. Im Fokus standen zunächst „Gastarbeiter:innen“, später „Aussiedler:innen“ sowie Migrant:innen der zweiten und dritten Generation. In den letzten zehn Jahren wurde die Situation der Geflüchteten fokussiert, indem wir die sprachlichen Integrationskurse und die Kommunikation am Arbeitsplatz analysierten.
Sprachen: deutsch
Neuromorphic Computing: Making Chips that think like a brain
Mit Keerthi Dorai Swamy Reddy, Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP)

Every time you get an answer from AI, have you wondered how much energy it took? Your brain does far more - recognising faces, learning language, solving problems - all while consuming barely as much power as a dim lightbulb. Neuromorphic computing builds hardware inspired by the human brain's efficient data storage, retrieval and computation for complex tasks. Discover how it's done!
Sprachen: englisch
Sonntag, 8. November 2026
Dem Gehirn beim Denken zuschauen: Magnetresonanztomopgraphie in der Grundlagenforschung
Mit Dr. Renate Schweizer, Deutsches Primatenzentrum - Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ)

Die Vielfalt der strukturellen und funktionellen Magnetresonanztomographie-Methoden ermöglichen immer genauere Einblicke in die komplexe Arbeitsweise des Gehirns. Mich interessiert wie die Verarbeitung von Informationen aus der Umwelt und dem Körper zu Gefühlen, Gedanken und Aktionen führt. Wieso wird z.B. eine streichende Berührung mit einem Jeansstoff am Arm als angenehm und an der Hand als neutral empfunden ?
Sprachen: deutsch/englisch
Grammar in the kitchen: The hidden connection between language and the body in everyday activities
Mit Dr. Taiane Malabarba, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)

Dr. Taiane Malabarba looks forward to an in-depth discussion about grammar as one of the various resources people use to understand each other in face-to-face activities. She will provide insights into how gaze, gesture, movement and the way we handle objects shape how we speak. She will also talk about how linguistic structures are not fixed but adapted in the moment as we coordinate what we are doing together.
Sprachen: englisch
Optische Sensorik auf dem Mikrochip – ein ganzes Labor auf Fingernagelgröße
Mit Tabea Fünning, Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP)

Früher brauchte es ein ganzes Labor, um Krankheiten zuverlässig nachzuweisen. Ich forsche daran, dieses Labor auf einen Mikrochip zu bringen: Mit Licht lassen sich mehrere Biomarker gleichzeitig erkennen – in Minuten statt Tagen, ganz ohne Umweg über ein Labor. Kommt vorbei und erfahrt, wie Licht zum Diagnose-Werkzeug wird!
Sprachen: deutsch/englisch
Monitoring des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaschutz
Mit Prof. Martin Gornig, DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz eröffnet die Möglichkeit, den Wirtschaftssandort Deutschland neu aufzustellen. Um dieses Potential wirksam werden zu lassen, bedarf es eines Monitorings, welches die Mittelverwendung und den Umsetzungsstand transparent macht. Nur so können Steuerungsbedarfe frühzeitig erkannt und umgesetzt werden, die die Nutzung von Synergieeffekten und die Vermeidung unnötiger Preiseffekte ermöglichen.
Sprachen: deutsch
Ausgestaltung einer europäischen strategischen Industriepolitik
Mit Prof. Martin Gornig, DIW Berlin - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Die europäische Industrie steht vor der Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Abhängigkeiten zu reduzieren und die ökologische sowie digitale Transformation voranzutreiben. Wie sollte eine europäische strategische Industriepolitik ausgestaltet werden, um Innovationen zu fördern, Wertschöpfungsketten zu stärken und Europas Souveränität langfristig zu sichern?
Sprachen: deutsch
Ist das wirklich ein Baseballschläger? Digitale Provenienzforschung und Fotografie am Kilimandscharo
Mit Dr. Anna Georgiev, Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL)

Historische Fotografien geben Auskunft über die Verwendung von Museumsobjekten, über die ansonsten nur wenig bekannt ist. Wir untersuchen, inwieweit sich ein spezifischer Ohrschmuck durch Bilderkennungsverfahren in über 15.000 kolonialzeitlichen Aufnahmen identifizieren lässt. Welche Rolle die historische Geographie dabei spielt und welche überraschenden Irrtümer auftreten, können Sie im Gespräch erfahren.
Sprachen: deutsch/englisch
Integrating art into urban biodiversity science
Mit Dr. Elsa Anderson, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Elsa Anderson is an American urban ecologist working at Freie Universität on a Humboldt fellowship. She will discuss her research on social drivers of urban biodiversity, including her current research examining distributional and thematic patterns in urban art as a way to understand collective information about local perceptions of nature and biodiversity themes. She aims to find ways to foster nature connections and knowledge for people in cities.
Sprachen: englisch
Zukunftsfähig durch mehr Arbeit? Ansätze für eine sozial- und geschlechtergerechte Verteilung von Erwerbsarbeit und Care-Arbeit
Mit Dr. Carolin Deuflhard, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Die Forderung nach längeren Erwerbsarbeitszeiten steht aktuell politisch im Fokus. Erwerbs- und Care-Arbeit sind allerdings ungleich verteilt. Geschlecht, Bildung und Beruf prägen maßgeblich, wer wann und wie lange arbeiten kann. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir: Welche politischen Rahmenbedingungen braucht es für eine sozial- und geschlechtergerechte Verteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit?
Sprachen: deutsch/englisch
Natur zum Mitmachen - Kommunikation von Biodiversität durch Citizen Science
Mit Dr. Nicole Nöske, Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB)

Biodiversität gemeinsam erforschen – In Naturkundemuseen können sich Interessierte aktiv in Citizen Science-Projekten beteiligen. „Natur zum Mitmachen“ kombiniert partizipatives Biodiversitätsmonitoring mit Artenkenntnisvermittlung. Eine Win-Win-Situation für Wissenschaft und Gesellschaft: ins Gespräch kommen, voneinander lernen, Partnerschaften knüpfen, vereint für Biodiversitätsschutz.
Sprachen: deutsch
Abenteuer Artenkenntnis: Mit FörTax die Natur neu entdecken – vom T. rex bis zum Teichfrosch
Mit Dr. Katja Waskow, Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB)

Warum brauchen wir Artenkenntnis für den Schutz unserer Biodiversität? Wer Arten erkennt, kann Vielfalt verstehen, Veränderungen wahrnehmen und Handlungen ableiten. FörTax macht Artenwissen für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich und erlebbar. Wir laden zum Austausch ein: über die Bedeutung von Artenkenntnis für Bildung, Forschung, Naturschutz und Politik – und darüber, wie wir gemeinsam mehr Menschen für die faszinierende Welt der Arten begeistern können.
Sprachen: deutsch
Uncovering the Architecture of human language
Mit Dr. Anna Kampanarou, Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS)

Despite their extraordinary diversity, languages across the world share striking similarities. In our research, we investigate how the differences and the similarities come about in order to identify the building blocks of the grammar of human language.
Sprachen: englisch/griechisch
Unsichtbar, unverzichtbar, unter Druck: Grundwasser im Klimawandel
Mit Prof. Nils Moosdorf, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)

Unsere wichtigste unsichtbare Wasserressource, das Grundwasser unter unseren Füßen, reagiert oft langsam auf Klimasignale. Was beeinflusst seine Neubildung? Wie verändert der Klimawandel Verfügbarkeit und Qualität? Was bedeutet Versalzung? Und was hat Grundwasser in den Tropen mit uns zu tun? Ich freue mich auf Gespräche über diesen spannenden Teil des Wasserkreislaufs einer sich wandelnden Welt.
Sprachen: deutsch/englisch
Stehen männliche Führungskräfte der Karriere von Frauen im Weg?
Mit Dr. Felix Holub, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Die meisten Führungskräfte sind Männer. Aber fördern männliche Vorgesetzte deshalb auch eher Männer? In meiner Forschung untersuche ich, ob das Geschlecht von Führungskräften die Karrierechancen von Frauen beeinflusst. Dabei zeigt sich: Bei Beförderungen und Lohnentwicklung macht es kaum einen Unterschied. Dass Studien in andere Kontexten durchaus geschlechtsbezogene Bevorzugung finden, macht dieses Ergebnis besonders spannend.
Sprachen: deutsch/englisch
Luftverschmutzung und ihre volkswirtschaftlichen Kosten
Mit Dr. Felix Holub, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

In Deutschland wird viel darüber diskutiert, wie sich Krankenstände senken und die Produktivität steigern lassen. Dabei wird oft übersehen, dass gesündere Beschäftigte einen wichtigen Beitrag dazu leisten können. Der Staat kann hier etwas bewirken, auch wenn das Geld kostet: Ich untersuche, wie sich bessere Luftqualität auf die Arbeitszeit und die Produktivität hochqualifizierter Programmierer auswirkt.
Sprachen: deutsch/englisch