Auszeichnung für Tuberkulose-Forscher

Portait Christoph Lange
Foto KERSTIN PUKALL

Christoph Lange, Medizinischer Direktor des Forschungszentrums Borstel, erhält den mit 50.000 Euro dotierten Oskar-Medizinpreis 2025.

10.02.2026 · News · Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum · Lebenswissenschaften · Menschen

Prof. Christoph Lange, Medizinischer Direktor des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum, erhält den Oskar-Medizinpreis 2025 der Stiftung Oskar-Helene-Heim. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis zählt zu den höchstdotierten Medizinpreisen in Deutschland.

Die Berliner Stiftung des bürgerlichen Rechts Oskar-Helene-Heim fördert die Wissenschaft und Forschung auf verschiedenen Gebieten der Medizin. Im Rahmen einer besonderen Fördermaßnahme verleiht die Stiftung jährlich den Oskar Medizinpreis. Mit diesem Medizinpreis sollten 2025 hervorragende wissenschaftliche Leistungen gewürdigt und die Weiterführung von Forschungen unterstützt werden, die sich auf dem Gebiet der Inneren Medizin/Pneumologie mit dem Thema Infektionen der Lunge und des Rippenfells befassen.

Den Oskar-Medizinpreis 2025 erhält auf Vorschlag der Jury Herr Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christoph Lange, Medizinscher Direktor Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum und Professor für Respiratory Medicine & International Health Universität zu Lübeck, für seine herausragenden, wegweisenden wissenschaftlichen und klinischen Arbeiten zur Tuberkulose.

Die offizielle Preisverleihung und Würdigung des Preisträgers findet in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. -DGP- am 20. März 2026, im Rahmen des DGP-Kongresses in München statt. Die Preisübergabe wird vorgenommen durch den Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Oskar-Helene-Heim, Herrn Prof. Dr. Wolfgang Kuhla. Laudator ist der Generalsekretär des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose e.V.-DZK-, Herr Prof. Dr. Torsten Bauer.

Über den Preisträger Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Christoph Lange

Christoph Lange ist Lungenfacharzt und zählt international zu den führenden Experten für Lungenerkrankungen und Infektionsmedizin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Epidemiologie, Prävention, Diagnostik und Therapie der Tuberkulose, insbesondere der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB) sowie der Nicht-tuberkulösen Mykobakterien (NTM).

Christoph Lange ist Medizinischer Direktor des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum und Professor für Respiratory Medicine & International Health an der Universität zu Lübeck.  Er ist zudem Leiter der Infrastruktur Klinische Tuberkulose (ClinTB) im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und einer der klinischen Leiter des EU-IMI-Projekts UNITE4TB, einer multinationalen Plattform für klinische Studien zur Bewertung neuartiger Medikamente gegen Tuberkulose. Christoph Lange ist ebenfalls Gründungsvorsitzender der Tuberculosis Network European Trialsgroup (www.tbnet.eu) und derzeit Direktor und Generalsekretär der Internationalen Union gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten (https://theunion.org).

Über die Stiftung Oskar-Helene-Heim

Die Stiftung Oskar-Helene-Heim in Berlin fördert Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Medizin, insbesondere der Orthopädie, der Lungenheilkunde und der Behandlung von Abdominalerkrankungen sowie der Orthopädietechnik. Zu diesem Zweck unterstützt die Stiftung Forschungsprojekte oder sonstige gemeinnützige gesundheitsfördernde Vorhaben, verleiht Stipendien und vergibt jährlich den Oskar Medizinpreis und die Helene-Medaille. Die Stiftung wurde 1966 gegründet, ihre Wurzeln reichen bis in das Jahr 1905 zurück, als der Industrielle Oskar Pintsch gemeinsam mit seiner Ehefrau Helene Pintsch und Dr. Konrad Biesalski einen Verein gründete, dessen Ziel die Heilung, Ausbildung und Überwachung junger Menschen mit gesundheitlichem Handicap war.

Bis zum Jahr 2000 war die Stiftung Trägerin des renommierten orthopädischen Krankenhauses Oskar-Helene-Heim und nach erfolgter Fusion von 2000 bis 2004 Trägerin der Zentralklinik Emil von Behring, im Südwesten von Berlin. Im Jahr 2004 wurde seitens der Stiftung Oskar-Helene-Heim und der HELIOS Kliniken GmbH im Rahmen einer strategischen Partnerschaft die HELIOS Klinikum Emil von Behring GmbH als Gemeinschaftsunternehmen gegründet.

Über das Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum

Das Forschungszentrum Borstel ist das Lungenforschungszentrum der Leibniz-Gemeinschaft. Im Fokus stehen chronisch-entzündliche Lungenerkrankungen wie Asthma, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Allergien, sowie Tuberkulose und andere infektionsbedingte Entzündungen der Lunge. Das übergeordnete Ziel der interdisziplinären Forschungsaktivitäten ist, die Ursachen und Mechanismen chronisch-entzündlicher und degenerativer Erkrankungen der Lunge aufzuklären, um daraus neue innovative Konzepte zu deren Diagnostik, Prävention und Therapie abzuleiten.

Weitere Informationen und Kontakt

Pressemitteilung des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB)Pressemitteilung der Stifung Oskar-Helene-Heim