„Das Miteinander geprägt“

Martina Brockmeier im Publikum während der Abschiedsveranstaltung
Foto DAVID AUSSERHOFER

Die Leibniz-Gemeinschaft verabschiedet sich von ihrer Präsidentin Martina Brockmeier.

16.01.2026 · HP-Topnews · Menschen · Gemeinschaft

Mit einer feierlichen Abendveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften verabschiedete sich die Leibniz-Gemeinschaft am 13. Januar 2026 von ihrer Präsidentin Martina Brockmeier. Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft würdigten ihr jahrzehntelanges Engagement im Wissenschaftssystem.

Als erste Präsidentin an der Spitze einer deutschen außeruniversitären Forschungsorganisation führte Martina Brockmeier die Leibniz-Gemeinschaft seit Juli 2022. Während ihrer Amtszeit bis Dezember 2025 stärkte sie maßgeblich die Vernetzung zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen und den Dialog mit Politik und Gesellschaft. Ihre Präsidentschaft war geprägt von der Überzeugung, dass wissenschaftlicher Fortschritt vor allem durch Kooperation, gepaart mit fruchtbarem, nicht überhitztem Wettbewerb gelingt.

Nach der Begrüßung durch die Generalsekretärin der Leibniz-Gemeinschaft, Bettina Böhm, würdigten die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Katja Becker, Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs, Karin Jacobs, DFG-Vizepräsidentin und Professorin der Universität des Saarlandes, sowie Sebastian Lentz, Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft, die Fähigkeit der Präsidentin, Menschen miteinander zu verbinden. In ihren Worten spiegelte sich eine große Wertschätzung dafür wider, wie Martina Brockmeier mit klaren Positionen, Entscheidungsfähigkeit, einem konsequenten Qualitätsanspruch sowie viel Menschlichkeit und Verbindlichkeit das Wissenschaftssystem geprägt hat.

Zum Abschluss der Veranstaltung blickte Martina Brockmeier auf drei prägende Momente ihrer Zeit im Wissenschaftssystem zurück, bei denen gemeinsam etwas Neues erfolgreich gewagt wurde. Aus ihrer Sicht gelingt Fortschritt, insbesondere risikoreiches Neues, durch Kompromissfähigkeit auf ganz unterschiedlichen Ebenen im Wissenschaftssystem. Insbesondere dann, wenn eigene Interessen nicht die Oberhand gewinnen und das „große Ganze“ oberste Priorität erhält. In ihren Schlussworten sprach sie den Partnern und Beschäftigten der Leibniz-Gemeinschaft ihren großen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und für die Zusammenarbeit aus.

Den Ausklang fand die Veranstaltung bei einem Empfang im Leibniz-Saal, der Gelegenheit zum Austausch und zu vielen persönlichen Gesprächen bot. Die herzliche Atmosphäre zeigte einmal mehr, wie sehr Martina Brockmeier das Miteinander innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft geprägt hat.

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