
Auszeichnung für Lara Bister

Für Ihre Forschung zu den gesundheitlichen Folgen von Krisenstress erhält die Sozialwissenschaftlerin Lara Bister den mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung.
30.07.2025 · News · Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung · Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften · Menschen
WZB-Forscherin Lara Bister ist mit dem Deutschen Studienpreis 2025 der Körber-Stiftung ausgezeichnet worden. Sie erhielt den ersten Preis in der Sektion Sozialwissenschaften für ihre Dissertation an der Universität Groningen. In ihrer Arbeit hat sie erstmals die Langzeitfolgen der ostdeutschen Wirtschaftskrise für die sogenannten „Wendekinder“ untersucht. Wir gratulieren!
Anhand repräsentativer Gesundheits- und Umfragedaten verglich Lara Bister die Gesundheit von Ostdeutschen im jungen Erwachsenenalter mit der von westdeutschen Gleichaltrigen. Ihre Analysen belegen: Die Krise wirkte sich negativ auf den Stoffwechsel und die psychische Gesundheit aus, insbesondere bei Frauen.
In ihrer Preisbegründung schreibt die Körber-Stiftung: „Mit ihrer Forschung macht sie sichtbar, wie stark sich früher Krisenstress auf die lebenslange Gesundheit auswirken kann. Zudem verdeutlichen ihre Erkenntnisse die Notwendigkeit einer präventiven Sozial- und Gesundheitspolitik, die Kinder und Familien in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche gezielt unterstützt.“
Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung exzellente Dissertationen aus, die eine besonders hohe gesellschaftliche Relevanz haben. Neben Lara Bister erhalten der Jurist Christian Ollig von der Universität Hamburg und die Ingenieurin Christina Eisenbarth von der Universität Stuttgart jeweils den mit 25.000 Euro dotierten ersten Preis. In der Finalrunde des Preises waren zwei weitere WZB-Forschende.
Weitere Informationen und Kontakt
Lara Bister: Die Gesundheit der Wendekinder. Unterschiede zwischen Ost und West auf lange Sicht
Pressemitteilung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB)