
Auszeichnung für Christoph M. Schmidt

Der designierte Präsident der Leibniz-Gemeinschaft erhält den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik 2026.
27.05.2026 · HP-Topnews · RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung · Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften · Menschen · Gemeinschaft
Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch: „Wer die Soziale Marktwirtschaft heute verteidigen will, muss sie verstehen, vermitteln und weiterdenken. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger tun genau das – und geben damit dem Erbe Ludwig Erhards die Stimme, die es in unserer Zeit braucht.“
Die Ludwig-Erhard-Stiftung verleiht den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik 2026 an Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt. Der Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und frühere Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird am 3. November 2026 im Rahmen der Preisverleihung der Ludwig-Erhard-Stiftung ausgezeichnet.
„Christoph Schmidt ist ein herausragender Ökonom, dessen fachliche Expertise, konstruktive Herangehensweise und differenzierte Argumentation sehr positiv wahrgenommen, anerkannt und geschätzt werden und Wirkung zeigen. Dies gilt sowohl innerhalb der wissenschaftlichen Community als auch im Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und Wirtschaft, Medien und in die breitere Öffentlichkeit“, heißt es in der Begründung der Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Theresia Theurl. Die unabhängige Jury, bestehend aus Wissenschaftlern und Journalisten, würdigt damit Schmidts langjähriges Wirken an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politikberatung und öffentlicher Debatte.
Als Wissenschaftler, Institutsleiter, kritisch-konstruktiver Berater von Entscheidungsträgern sowie in zahlreichen Expertengremien und wissenschaftspolitischen Funktionen stehe Christoph Schmidt für eine evidenzbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung, abgeleitet aus exzellenter Forschung. Seine Kommunikation zeichne sich dadurch aus, dass sie Voraussetzungen und Zielkonflikte transparent mache.
So hat er wesentlich zu einem informierten wirtschaftspolitischen Diskurs beigetragen, valide Entscheidungsgrundlagen geschaffen und Menschen Orientierung gegeben. Dies zeuge von gesellschaftlicher Verantwortung.
Die Juryvorsitzende Prof. Dr. Theresia Theurl betont: „Das Wirken von Christoph Schmidt trägt dazu bei, die Kraft der Sozialen Marktwirtschaft vor den aktuellen Gegebenheiten in Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch zu stärken. Dies entspricht in geradezu idealer Weise der Intention des von Ludwig Erhard gestifteten Preises.“
Christoph Schmidt selbst bezeichnet die Soziale Marktwirtschaft als „den besten Referenzpunkt für eine offene und resiliente Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung“ sowie als „einen idealen Rahmen für unsere individuellen Aktivitäten und gemeinschaftlichen Anstrengungen“.
Förderpreise für junge Stimmen der Wirtschaftspublizistik
Die Jury vergibt zudem zwei mit jeweils 5.000 Euro dotierte Förderpreise:
- Julian Olk, Hauptstadtkorrespondent beim Handelsblatt
- Henrike Adamsen, Redakteurin der WirtschaftsWoche
„Beide werden für die Analyse mehrerer aktueller wirtschaftspolitischer Themen ausgezeichnet. Die Beiträge überzeugen nicht nur durch sehr relevante Fragestellungen, eine eigenständige Herangehensweise und journalistische Qualität, sondern ebenso durch ökonomischen Sachverstand und einen soliden ordnungspolitische Kompass“, so die Jury.
Die Verleihung der Preise findet am 03. November 2026 in der Redoute in Bonn statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem der Schülerwettbewerb zur Frage: “Wie machen wir die Rentenversicherung zukunftsfest?” in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (ASM) gewürdigt – mit Präsentation des Sieger-Videos.
Hintergrund
Mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik zeichnet die Ludwig-Erhard-Stiftung seit 1977 Persönlichkeiten aus, die durch publizistisches, wissenschaftliches oder gesellschaftliches Wirken die Ideen der Sozialen Marktwirtschaft stärken und in die öffentliche Debatte tragen. Mehr dazu finden Sie hier.