Klimaintelligente Landwirtschaft

Panoramaaufnahme einer grünen Hügellandschaft in Malawi
Foto MARIA ZARDOYA/UNSPLASH

Afrikas Landwirtschaft leidet unter dem Klimawandel. Eine Analyse von knapp 300 Agrarbetrieben untersucht, inwieweit klimaintelligente Anbaumethoden die Ernährungssicherheit verbessern.

13.04.2026 · News · Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien · Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften · Forschungsergebnis

Der IAMO Policy Brief 49 untersucht, ob und inwieweit die Einführung klimaintelligenter landwirtschaftlicher Praktiken die Ernährungsunsicherheit in Afrika verringert. Die Erkenntnisse beruhen auf einer empirischen Forschungsstudie des IAMO unter Agrarbetrieben im Senegal, in Ägypten und Marokko.

Die Landwirtschaft spielt nach wie vor eine zentrale Rolle für die Lebensgrundlagen und die Wirtschaft in Afrika. Gleichzeitig ist der Sektor mit wiederkehrenden Nahrungsmittelengpässen und begrenzten Anpassungsfähigkeiten an klimabedingten Auswirkungen konfrontiert, was den Fortschritt bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (sog. United Nations Sustainable Development Goals - SDGs) behindert.

Der Klimawandel hat die Gefährdung der afrikanischen Agrarsysteme weiter verschärft, insbesondere da ein Großteil der Landwirtschaft in der Region nach wie vor überwiegend regenabhängig und sehr empfindlich gegenüber sowohl natürlichen Klimaschwankungen als auch anthropogenen Klimaveränderungen ist. Klimaintelligente Landwirtschaft (sog. Climate-Smart Agriculture - CSA) gilt weithin als vielversprechender Ansatz, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und gleichzeitig die Produktivität und die Umweltintegrität zu erhalten. Obwohl es eine breite Palette von klimaintelligenten landwirtschaftlichen Praktiken gibt, die von internationalen Organisationen wie der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltbank gefördert werden, ist die Akzeptanz bei den Landwirten und Landwirtinnen nach wie vor gering, und es ist noch nicht vollständig geklärt, wie diese Praktiken die Ernährungssicherheit in Afrika beeinflussen.

Der IAMO Policy Brief 49 soll diese Lücke schließen, indem er untersucht, ob und inwieweit die Einführung klimaintelligenter landwirtschaftlicher Praktiken die Ernährungsunsicherheit bei 287 landwirtschaftlichen Haushalten im Senegal, in Ägypten und in Marokko verringert. Es werden acht klimaintelligente Anbaumethoden bewertet und ihre Auswirkungen auf die Ernährungsunsicherheit unter Verwendung des Marginal-Treatment-Effect-Modells (MTE) geschätzt. Die Ergebnisse liefern Erkenntnisse als Grundlage für politische Maßnahmen und Interventionen, die darauf abzielen, eine resiliente, nachhaltige und ernährungssichere Landwirtschaft zu stärken

Der IAMO Policy Brief 49 „Adopting climate-smart agriculture to enhance food security: empirical evidence from African farms” ist in der englischen und französischen Sprache erschienen. Die Ausgaben können auf der folgenden Webseite kostenfrei heruntergeladen werden: https://www.iamo.de/iamo-policy-briefs.

Originalpublikation

IAMO Policy Brief 49 (PDF)

Weitere Informationen und Kontakt

Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)