
Verdienstorden für Leibniz-Mathematiker

Für seine herausragenden Leistungen in mathematischer Forschung und Lehre wurde Gerhard Huisken mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
04.02.2026 · News · Mathematisches Forschungsinstitut Oberwolfach · Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften · Menschen
Wir sind stolz, bekannt geben zu dürfen, dass Prof. Dr. Gerhard Huisken, Direktor des MFO und Professor für Mathematik an der Universität Tübingen, für seine herausragenden Verdienste und außergewöhnlichen Beiträge zur Mathematik mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde. Wir gratulieren Professor Huisken herzlich zu dieser wohlverdienten Ehrung.
Die renommierte nationale Auszeichnung wird durch den Bundespräsidenten verliehen und würdigt Personen, die sich durch ihre beruflichen Leistungen und ihr gesellschaftliches Engagement in außergewöhnlicher Weise für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Nach seiner Nominierung durch den Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg begründete der Bundespräsident die Auszeichnung damit, dass Gerhard Huisken herausragende Dienste für die Wissenschaft in Deutschland geleistet und als engagierter Hochschullehrer viele bedeutende Forscherinnen und Forscher betreut hat.
Die offizielle Preisverleihung fand am Montag, dem 2. Februar 2026, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Museum auf Schloss Hohentübingen der Universität Tübingen statt. Laudationen hielten Prof. Dr. Rupert Klein (Professor an der Freien Universität Berlin und Vorsitzender der Gesellschaft für Mathematische Forschung), Prof. Dr. Jürg Kramer (Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung) sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Karla Pollmann (Rektorin der Universität Tübingen). In ihren Ansprachen würdigten sie die nachhaltige Bereicherung der mathematischen Gemeinschaft durch Gerhard Huiskens bahnbrechende Forschung sowie seine langjährige akademische Führungsrolle.
Den Abschluss der Feier bildete die Übergabe des Verdienstkreuzes 1. Klasse durch Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg. Sie betonte, dass das Ministerium stolz darauf sei, dass Gerhard Huisken trotz zahlreicher Angebote für Professuren im Ausland Baden-Württemberg als Standort für seine wissenschaftliche Arbeit gewählt hat.
Forschung und Engagement
Gerhard Huisken ist Direktor am Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach und Professor für Mathematik an der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen partielle Differentialgleichungen, Differentialgeometrie und deren Anwendungen in der Physik. In der internationalen Mathematikergemeinschaft ist er bekannt für den Beweis einer Version der Riemannschen Penrose-Ungleichung und für seine grundlegenden Beiträge zur Theorie des mittleren Krümmungsflusses, darunter die nach ihm benannte Huisken-Monotonieformel. Im Jahr 2003 wurde Huisken von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Academia Europaea. Darüber hinaus ist er Fellow der American Mathematical Society und Träger der Medaille der Australian Mathematical Society.
Weitere Informationen und Kontakt
Pressemitteilung des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach (MFO)