Leibniz stärkt Spitzenforschung

Schiller-Büste vor der Uni Jena
Foto JAN-PETER KASPER/UNIVERSITÄT JENA

Deutschland hat fünf neue Exzellenzstandorte. 13 Leibniz-Institute sind als Partner beteiligt und stärken Spitzenforschung und internationale Sichtbarkeit.

05.10.2026 · Gemeinschaft

Die Exzellenzkommission hat in der zweiten Wettbewerbsrunde der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern fünf neue Exzellenzstandorte ausgewählt. Damit werden ab Januar 2027 insgesamt 15 Exzellenzuniversitäten und -verbünde gefördert.

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Wolfgang Wick, gratulierte den neu ausgewählten Universitäten und Verbünden und betonte die weitreichende Wirkung des Wettbewerbs: „Spitzenforschung braucht die ganze Universität – von der Lehre über den Transfer bis zu den Karrierewegen. Wer international an der Spitze mitwirken will, muss das heute zusammendenken. Der Wettbewerb hat auch in dieser Runde eine Dynamik erzeugt und internationale Strahlkraft gebracht, die weit über die ausgewählten Standorte hinauswirkt. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben. Dafür werden wir die Wirkungen gründlich evaluieren und das Programm konsequent weiterentwickeln.“

Bereits im März 2026 war die Förderung von zehn bestehenden Exzellenzstandorten verlängert worden. Für die zweite Förderphase stehen damit insgesamt 208 Millionen Euro jährlich für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten zur Verfügung.

Neu ausgewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Universität Freiburg
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Universität zu Köln
  • Rhein-Main-Universitäten (Technische Universität Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
  • Ruhr Innovation Lab (Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund)

Ein Grund zu feiern, auch für die Leibniz-Gemeinschaft: An vier der fünf neu ausgewählten Exzellenzstandorte sind 13 Leibniz-Institute als Partner eingebunden.

  • An der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind dies das Hans-Knöll-Institut (HKI), das Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) und das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT), die Partner im bestehenden Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ sind.
     
  • An der Universität zu Köln ist das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) am Exzellenzcluster „CEPLAS“ beteiligt.
     
  • Mit den Rhein-Main-Universitäten arbeiten das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), das PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF), die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE (SAFE) zusammen.
     
  • Im Ruhr Innovation Lab sind das Deutsche Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen (DBM), das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo), das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS e.V. (ISAS) und das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) als Partner assoziiert.

Die diesjährige Auswahl der neuen Exzellenzstandorte stärkt die internationale Sichtbarkeit des deutschen Wissenschaftssystems sowie die Entwicklung der ausgewählten Universitäten und Verbünde. Zugleich zeigt sie, wie Leibniz-Institute als starke Partner zur Spitzenforschung in Deutschland beitragen.

Weitere Informationen und Kontakt

Pressemitteilung des Wissenschaftsrats (WR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)