Resiliente Infrastruktur

Portrrait Klaus Tochtermann
Foto SVEN WIED/ZBW

DFG und EU fördern den Aufbau belastbarer Dateninfrastrukturen – als Grundlage für Forschung, Innovation und digitale Souveränität in Deutschland und Europa.

06.10.2026 · News · ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft · Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften · Projekte

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft erhält rund 2,2 Millionen Euro Drittmittel für fünf Projekte zum Aufbau resilienter Forschungsdateninfrastrukturen in Deutschland und Europa. Ziel ist es, Forschungsdaten und digitale Dienste über Institutions- und Ländergrenzen hinweg besser zu vernetzen und dauerhaft nutzbar zu machen.

Forschungsdateninfrastrukturen sind eine Voraussetzung für digitale, datenintensive und KI-gestützte Wissenschaft. Damit sie langfristig tragfähig, souverän und resilient sind, müssen Daten und Dienste zuverlässig verfügbar, nachhaltig betrieben und nach klaren Regeln vertrauenswürdig nutzbar sein. Zugleich müssen sie dort, wo es für Forschung und Innovation sinnvoll und erforderlich ist, über unterschiedliche Systeme, Fachcommunities und Länder hinweg miteinander verbunden sein. Genau an dieser Schnittstelle engagiert sich die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Sie ist eine sozio-technologische Schaltstelle im Ökosystem der Forschungsdateninfrastrukturen.

Jetzt bekommt die ZBW von der DFG und der EU für die kommenden drei Jahre rund 2,2 Millionen Euro Drittmittel für fünf Vorhaben: BERD@NFDI II, NFDI4DataScience II, KGI4NFDI, EOSC-Connect und den Aufbau des EOSC Node Germany. Mit diesen Mitteln arbeitet die ZBW gemeinsam mit Partnern daran, Forschungsdaten und digitale Dienste in Deutschland und Europa besser miteinander zu vernetzen. Ziel ist eine belastbare, offene Forschungsdateninfrastruktur, auf die Wissenschaft langfristig verlässlich zugreifen kann, als Grundlage für Forschung, Innovation und digitale Souveränität.

Besonders relevant ist diese Entwicklung für KI-gestützte Forschung. Wenn Publikationen, Forschungsdaten und Analysewerkzeuge miteinander verknüpft bereitgestellt werden, bleibt nachvollziehbar, auf welcher Datengrundlage und mit welchen Methoden wissenschaftliche Ergebnisse entstanden sind. Solche transparenten Daten- und Informationsketten schaffen eine wichtige Grundlage für vertrauenswürdige KI in der Wissenschaft.

Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW und Präsident der EOSC Association, erklärt: „Resiliente Forschungsdateninfrastrukturen entstehen nicht durch eine einzige zentrale Plattform, sondern durch verteilte Kompetenz, gemeinsame Standards und verlässliche Verbindungen. Unsere Projekte greifen genau hier ineinander und schaffen damit wesentliche Grundlagen für Innovation, evidenzbasierte Entscheidungen und digitale Souveränität.“

Podcast

Podcastfolge mit Prof. Dr. Klaus Tochtermann zum Thema „Verlässliche Infrastrukturen für die Wissenschaft“

Weitere Informationen und Kontakt

ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft