
Vortrag · Leipzig
20.01.2027
· 17:00
East to East: Economic Reforms in Eastern Europe and early »Reform and Opening« in China (1978–1989): A Transnational History of Intellectual Exchanges

Nach dem Tod Mao Zedongs führten Chinas Politik und Wirtschaftswissenschaft intensive Debatten über die Umgestaltung der zentralen Planwirtschaft des Landes. Die Wirtschaftsreformen im östlichen Europa dienten dabei als wichtiger Referenzpunkt: Chinesische Delegationen wurden nach Jugoslawien und Ungarn entsandt, um Erfolge und Misserfolge der dortigen Wirtschaftspolitik zu analysieren. Gleichzeitig reisten osteuropäische Ökonomen nach China, um mit Parteikadern und führenden Wirtschaftswissenschaftlern zu diskutieren – mit Impulsen, die weit über den akademischen Rahmen hinausreichten.
Ausgehend von einer transnationalen Intellektuellengeschichte auf der Grundlage historischer Dokumente und Fachzeitschriften geht Prof. Dr. Felix Wemheuer (Universität zu Köln, Ostasiatisches Seminar) der Frage nach, warum die Wirtschaftsreformen im östlichen Europa den Zusammenbruch des Sozialismus nicht verhindern konnten, während Chinas »Reform- und Öffnungspolitik« von Erfolg gekrönt war.
Moderation: Dr. Karina Khasnulina (GWZO).
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache und in hybrider Form statt. Für die Online-Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.
Programm und weitere Informationen finden Sie auf der Website des GWZO.
Veranstaltungsort
Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
Specks Hof (Eingang A), Reichsstraße 4–6, 4. Stock