
Vortrag · Prag
20.10.2026
· 15:50
Prague Histories Forum: Rethinking Medieval Power – Gender, Social Capital and Relational History

Warum ist die Geschichte des Mittelalters für aktuelle Debatten über Vielfalt, Inklusion und soziale Ungleichheit relevant?
Christina Lutter (Universität Wien) zeigt, dass die Erforschung mittelalterlicher Frauen nicht allein der Sichtbarmachung historischer Akteurinnen dient, sondern auch neue Zugänge zur Analyse von Macht, Handlungsspielräumen und sozialen Beziehungen eröffnet. Anstatt sich auf außergewöhnliche Frauenfiguren zu konzentrieren, stellt sie einen relationalen Ansatz vor, der Geschlecht als analytische Kategorie im Zusammenspiel mit sozialem Status, Verwandtschaft, Bildung, Religion und weiteren Formen gesellschaftlicher Zugehörigkeit betrachtet.
Der Vortrag ist Teil des »Prague Histories Forum«, einer gemeinsamen öffentlichen Vortragsreihe des Collegium Carolinum, des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Warschau, des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) und der tschechisch-deutschen Forschungs- und Vermittlungsplattform am Institut für Philosophie der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (FLÚ AV ČR). Die Reihe wird von der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag ausgerichtet.
Im Wintersemester 2026/27 widmet sich das Forum dem Schwerpunktthema »Gender & Queer in East Central Europe«.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache vor Ort in Prag sowie online über Zoom statt. Für die Online-Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Veranstaltungsort
Philosophische Fakultät der Karlsuniversität Prag, Špork-Palais, Hybernská 3, Raum 303 (Dachgeschoss)