Ziel der Chancengleichheitsaktivitäten der Leibniz-Gemeinschaft ist es, Männern und Frauen abhängig von ihren jeweiligen Qualifikationen bei der Verwirklichung ihrer individuellen Karrierewünsche gleiche Chancen und Möglichkeiten zu garantieren. Dies gilt für alle Organisationsebenen. Dabei folgt die Leibniz-Gemeinschaft dem Kaskadenmodell der DFG und unterstützt die Einrichtungen mit einer Handreichung bei der Einführung flexibler Zielquoten für den Frauenanteil auf jeder Ebene.

Mit 48 Prozent im Jahr 2025 haben Frauen bereits jetzt einen vergleichsweise hohen Anteil am wissenschaftlichen Personal in der Leibniz-Gemeinschaft. Bei den 2025 neu besetzten Stellen im wissenschaftlichen Bereich insgesamt betrug der Anteil der Frauen 51 Prozent. Unter den Promovierenden und den Promovierten erreicht die Leibniz-Gemeinschaft trotz des großen Anteils an natur- und technikwissenschaftlichen Einrichtungen nahezu Parität. Der Anteil der Doktorandinnen liegt bei 50 Prozent, der der Postdoktorandinnen beträgt 48 Prozent. In höheren wissenschaftlichen Statusgruppen sind Frauen dagegen immer noch unterrepräsentiert, wenn auch der Anteil stetig steigt. Ihr Anteil im Bereich der W2/C3 Professuren beträgt 41 Prozent. Die erste Führungsebene (wissenschaftliche Institutsleitungen) ist zu 35 Prozent mit Frauen besetzt.

Frauenquoten in W/C-Positionen

     

 

2021

2022

2023

2024

2025

W3/C4

24 %

26 %

28 %

30 %

33 %

W2/C3

33 %

38 %

38 %

40 %

41 %

In der ersten Hälfte der Laufzeit des Pakts für Forschung und Innovation IV (2021 - 2025) erhielten Frauen insgesamt 54 Prozent sowohl aller W2- als auch aller W3-Berufungen in der Leibniz-Gemeinschaft. Im W-Bereich insgesamt erhöhte sich die Zahl der bestehenden Berufungen von Frauen um fast 50 Prozent bei einem Gesamtstellenzuwachs von nur 17 Prozent. Eine paritätische Besetzung von Stellen auf der ersten (53 Prozent) und der zweiten (52 Prozent) Führungsebene wurde in diesem Zeitraum deutlich erreicht.

Dieser Trend wird dadurch verstärkt, dass sich Leibniz-Einrichtungen aktiv um die Rekrutierung von Frauen bemühen – und dies während aller Phasen des Rekrutierungsprozesses. In diesem Sinne wirken auch die Empfehlungen der Leibniz-Besetzungsstandards sowohl für das wissenschaftliche als auch für das administrative Personal auf Chancengleichheit hin.