Gefördert im Leibniz-Wettbewerb: AIM

KI-Collage, unter anderem sind Elemente des Periodensystems zu sehen
Foto AIM

Die Entwicklung neuer Materialien ist ressourcenintensiv. Künstliche Intelligenz könnte den Aufwand reduzieren.

02.12.2025 · HP-Topnews · Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien · Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften · Projekte

Von eiszeitlichen Steinwällen bis zu innovativen spektroskopischen Technologien: An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen ausgewählte Projekte, die aktuell im Leibniz-Wettbewerb gefördert werden.

Worum geht’s? Das Projekt „AIM“ in Kürze

Wie viele Jahre Forschung, wie viele Ressourcen sind notwendig, um neue Materialien zu entwickeln? Was, wenn wir beides beträchtlich red­uzieren könnten? Das ist das Ziel des Projekts „AI-guided Computational Materials Design for Sustainable Manufacturing and Materials Innovation (AIM)“, gefördert im Leibniz-Professorinnenprogramm unter Leitung von Evgeniya Kabliman. Sie kombiniert in einem interdisziplinären Ansatz Materialwissenschaften mit Produktionstechnik und legt dabei einen besonderen Fokus auf die additive Fertigung von Metallen. Mithilfe von Computersimulation und künstlicher Intelligenz wird es möglich sein, das komplette Periodensystem der Elemente nach möglichen Kombinationen für neue Materialien zu durchsuchen.

Warum ist das wichtig? Probleme, die das Projekt lösen will

Wir benötigen neue Materialien für verschiedene Bereiche unseres Alltags, von Telefonen und Computern über Autos bis zu medizinischen Geräten. Die ressourcenschonende Produktion solcher Materialien ist eines der erklärten Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Materialdesign ist normalerweise ein ressourcenintensiver Prozess; der hier verfolgte Ansatz, der Materialien erst simuliert, hat demnach ein großes Potenzial, eine nachhaltigere Produktion zu ermöglichen.

Worauf freuen Sie sich zum Projektstart am meisten? Eine Frage an die Projektleitung

„Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, Materialien, insbesondere metallische Werkstoffe, von den Grundlagen bis zu ihrer Anwendung zu untersuchen. Außerdem möchte ich die bisher unbekannten Zusammenhänge zwischen Herstellungsprozess, Materialstruktur und Eigenschaften mithilfe einer Kombination aus Expertenwissen und künstlicher Intelligenz erläutern.Besonders faszinierend finde ich, wie sich Materialsimulationen als ein mächtiges Werkzeug für die Entwicklung neuer Werkstoffe etabliert haben und wie der Einsatz dieser Technologie es uns ermöglicht, den bisher engen Suchraum der Materialforschung bis auf das gesamte Periodensystem der Elemente auszuweiten.“

Prof. Dr. Evgeniya Kabliman, Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT)

Wer ist dabei? Die beteiligten Leibniz-Institute und Universitäten

Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT)

Universität Bremen
Hintergrund: Der Leibniz-Wettbewerb

Das Projekt „AIM“ wird im Leibniz-Wettbewerb für den Zeitraum von drei Jahren gefördert. Der Wettbewerb unterstützt die Erreichung der strategischen Ziele der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation. Die Projektbewilligungen ermöglichen Forschung auf höchstem Niveau.

Weitere Informationen zum Leibniz-Wettbewerb

Projektdatenbank des Leibniz-Wettbewerbs