Leibniz im Landtag NRW – Wissenschaft im Dialog mit der Politik
Einmal jährlich kommen Forschende und Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags ins Gespräch. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen aktuelle Forschung zu gesellschaftlich relevanten Themen vor, greifen Fragen aus der politischen Praxis auf und diskutieren gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aller demokratischen Fraktionen. So entstehen Gespräche, die Forschung und Politik miteinander verbinden und den Wissenstransfer stärken.
Leibniz im Landtag 2026
In diesem Jahr findet „Leibniz im Landtag“ in der Woche ab dem 2. November als digitales Dialogformat statt. Die zehn Leibniz-Institute und Forschungsmuseen in Nordrhein-Westfalen bringen Expertise aus einem breiten Themenspektrum ein – von Bildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt über Arbeit, Gesundheit und Wirtschaft bis zu Umwelt, Biodiversität, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Die einstündigen Gespräche bieten politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern die Möglichkeit, sich aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen zu informieren und mit Forschenden in den Austausch zu treten.
Leibniz in Nordrhein-Westfalen
Die Leibniz-Institute in Nordrhein-Westfalen forschen zu zentralen Zukunftsfragen – darunter Arbeit, Erwachsenenbildung, Biodiversität, Diabetes, Georessourcen, analytische Technologien, interaktive Materialien, Umweltmedizin, Sozialwissenschaften und Wirtschaft. Sie arbeiten eng miteinander sowie mit Leibniz-Einrichtungen bundesweit zusammen und engagieren sich in gemeinsamen Forschungsprojekten, beispielsweise dem nationalen Bildungsbericht Bildung in Deutschland.
Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gesellschaft, Politik und Praxis gehört zum Selbstverständnis der Institute. Formate wie „Leibniz im Landtag“ schaffen dafür den direkten Dialog.
Forschungsmuseen in Nordrhein-Westfalen
Zwei Leibniz-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen verbinden Spitzenforschung mit öffentlich zugänglichen Museen:
- Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen
- Museum Koenig Bonn – Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels
Ein Besuch lohnt sich – beide Häuser machen aktuelle Forschung für die Öffentlichkeit erlebbar.
Die beteiligten Leibniz-Institute in Nordrhein-Westfalen

Nah dran: Wissenschaft trifft Politik in NRW
Grußwort von Christoph M. Schmidt, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft
Nordrhein-Westfalen ist für mich weit mehr als nur eine Station auf meinem wissenschaftlichen Weg – 24 Jahre lang durfte ich als Präsident des RWI in Essen die Region als einen Ort erleben, an dem Forschung und gesellschaftliche Wirklichkeit besonders eng miteinander verwoben sind. Ob im Ruhrgebiet mit seinem Strukturwandel, in den Universitätsstädten mit ihrer Innovationskraft oder in den ländlichen Räumen mit ihren ganz eigenen Herausforderungen: Hier habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nicht in Fachpublikationen verharren, sondern den Weg in die politische Praxis finden.
Genau diesen Weg ebnet „Leibniz im Landtag NRW“ seit über 15 Jahren – und ich freue mich besonders, dass dieses Format gerade in meiner derzeit „zweiten Heimat“ so lebendig ist. Ab dem 2. November laden die zehn Leibniz-Institute in Nordrhein-Westfalen die Abgeordneten des Landtags erneut zu persönlichen Gesprächen ein – in diesem Jahr digital, aber ebenso engagiert wie gewohnt. Der direkte, persönliche Austausch zwischen Forschenden und Abgeordneten ist keine Einbahnstraße: Wir bringen unser Wissen ein, hören aber auch, welche Fragen die Politik konkret umtreiben. Aus diesem Dialog entsteht Transfer im besten Sinne – nicht als Einbahnstraße von der Wissenschaft in die Gesellschaft, sondern als echter Austausch, der beide Seiten klüger macht.
Ob Bildung, Gesundheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Biodiversität, Nachhaltigkeit oder Künstliche Intelligenz – die zehn Leibniz-Institute in Nordrhein-Westfalen stehen bereit, ihre Expertise einzubringen. Ich danke allen Abgeordneten, die sich in diesem Jahr wieder Zeit für den Austausch nehmen, und wünsche den Beteiligten inspirierende Gespräche, aus denen neue Impulse für Wissenschaft und Politik gleichermaßen erwachsen.