Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph M. Schmidt, geb. 1962, ist seit Juli 2026 Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Von 2002 bis 2026 war er Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, wurde 1991 an der Princeton University promoviert, habilitierte sich 1995 an der Universität München und war von 1995 bis 2002 Inhaber des Lehrstuhls für Ökonometrie an der Universität Heidelberg. Seit 2002 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.
Christoph M. Schmidt gehört seit 2025 der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ des Deutschen Bundestages an. Von 2024 bis 2026 war er Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Zudem war und ist er Mitglied in zahlreichen Gremien: Von 2009 bis 2020 im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2013 bis 2020 als dessen Vorsitzender; von 2011 bis 2013 in der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages; von 2019 bis 2022 im Deutsch-Französischen Rat der Wirtschaftsexperten, seit 2020 als dessen Ko-Vorsitzender; von 2020 bis 2021 im Expertenrat Corona des NRW-Ministerpräsidenten; seit 2011 bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, seit 2014 als Präsidiumsmitglied und seit 2020 als Vizepräsident, seit 2026 in deren Innovationsplattform Bayern; seit 2020 bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, seit 2015 bei der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie seit 2018 bei der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.
Weitere Mitgliedschaften sind: Seit 2011 im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen in München, seit 2023 als stellvertretender Vorsitzender, von 2013 bis 2023 als Vorsitzender; seit 2014 im Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, seit 2020 als stellvertretender Vorsitzender; von 2016 bis 2024 und seit 2026 im wissenschaftlichen Beirat der Fritz Thyssen Stiftung; von 2020 bis 2023 als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI); 2020 bis 2026 im Expertengremium des Programms zur Förderung von Spitzenforschung an Universitäten („Exzellenzstrategie“) der GWK und seit 2021 im Aufsichtsrat der BMW AG; im Jahr 2025 war er Fellow der Konrad-Adenauer-Stiftung; seit 2026 im Kuratorium des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, im Stiftungsrat des Werner-von-Siemens-Rings und in der Jury des Archimedes Science Award.
Christoph M. Schmidts Arbeitsschwerpunkte liegen auf der angewandten Ökonometrie, u.a. in der Energie-, Innovations-, Gesundheits- und Arbeitsmarktökonomik, sowie auf der Schnittstelle von Forschung und wissenschaftsgestützter Politikberatung. Er war Herausgeber des Journal of Population Economics (1996 bis 2002), des German Economic Review (2009 bis 2013) und der Perspektiven der Wirtschaftspolitik (2023 bis 2024). 2016 wurde er mit dem Gustav-Stolper-Preis des Vereins für Socialpolitik ausgezeichnet, 2019 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover verliehen. Zudem ehrte ihn 2019 der Verein pro Ruhrgebiet als „Bürger des Ruhrgebiets“. 2022 erhielt er den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Kategorie „Ehrenpreis“ und 2024 den „Preis der Sozialen Marktwirtschaft“ des WPCD (Wirtschaftspolitischer Club Deutschland e.V.). 2025 erhielt Christoph M. Schmidt das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.
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