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Dr. Inga Krämer
Leibniz-WissenschaftsCampus Rostock
Tel.: 0381 / 5197 - 3471

Leibniz-WissenschaftsCampus Rostock

Phosphorforschung Rostock

Das für alles Leben essentielle Element Phosphor ist nicht unbegrenzt aus Lagerstätten verfügbar und ohne ein­schneidende Veränderungen in der Phosphor(P)-Gewinnung und -Nutzung sind geopolitische Verteilungsprobleme absehbar. Eine geringe Effizienz der P-Nutzung, nicht geschlos­sene Stoffkreisläufe und daraus resultierende Umweltbelastungen stellen aktuell ein Hauptproblem in der gesamtwirtschaftlichen Nutzung von P und seinen Verbindungen dar. Gelangen große ungenutzte P-Mengen in die Stoffkreisläufe von Ökosystemen, kann dies zu Überdüngung führen, die das ganze System aus dem Gleichgewicht bringt. Ein Beispiel für die Effekte hoher P-Einträge sind die sommerlichen "Blaualgenblüten" in der Ostsee.

Übergeordnetes Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit im Leibniz-WissenschaftsCampus Rostock ist es, durch die thematisch ausgerichtete Vernetzung wissenschaftliche Grundlagen für ein nachhaltigeres P-Management zu erarbeiten. Die bestehenden Expertisen in verschiedensten As­pekten der Erforschung des essentiellen Ele­mentes P, seiner vielfältigen chemischen Verbindungen und spezifi­schen Wirkungsweisen in Agrar- und Umweltsystemen wie auch in technischen und indus­triellen Prozessen werden in dem Leibniz-WissenschaftsCampus zusammengeführt. Forschungsschwerpunkte sind "P-Kreisläufe und -Flüsse in der Umwelt", "Suffizienz und Effizienz der P-Nutzung, P-Rückgewinnung", "Synthese von und mit P-haltigen Verbindungen" und als Querschnittsthema "Entwicklung von fortschrittsbestimmenden P-Analysemethoden".