Vortrag · Prag

10.11.2026 · 15:50
Prague Histories Forum: Feminism and Marxism in Socialist Hungary and Yugoslavia

Frauen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa haben sich über unterschiedliche politische Strömungen hinweg mit ihren Rechten und ihrer gesellschaftlichen Stellung auseinandergesetzt. Feministische und sozialistische Denkerinnen führten dabei häufig kontroverse, zugleich aber wechselseitig prägende Debatten darüber, wie sich die Rolle von Frauen in Gesellschaft, Politik und Alltag verändern sollte.

Zsófia Lóránd (Universität Wien) untersucht diese Auseinandersetzungen im Kontext der staatsozialistischen Frauenemanzipation zwischen 1917 und 1989. Anhand jugoslawischer feministischer Interpretationen der Arbeiten von Ágnes Heller sowie der Schriften von Nada Ler Sofronić, Blaženka Despot und Nadežda Čačinovič zeichnet sie die Bedeutung des marxistischen Revisionismus für das feministische Denken nach. Zugleich zeigt sie, wie sich Hellers frühe Überlegungen zu Frauen, Familie und Feminismus neu interpretieren lassen.

Der Vortrag ist Teil des »Prague Histories Forum«, einer gemeinsamen öffentlichen Vortragsreihe des Collegium Carolinum, des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Warschau, des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) und der tschechisch-deutschen Forschungs- und Vermittlungsplattform am Institut für Philosophie der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (FLÚ AV ČR). Die Reihe wird von der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag ausgerichtet.

Im Wintersemester 2026/27 widmet sich das Forum dem Schwerpunktthema »Gender & Queer in East Central Europe«.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache vor Ort in Prag sowie online über Zoom statt. Für die Online-Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Veranstaltungsort

Philosophische Fakultät der Karlsuniversität Prag, Špork-Palais, Hybernská 3, Raum 303 (Dachgeschoss)

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