Um Verfahren und Geräte zur Nutzung erneuerbarer Energien in landwirtschaftlichen Betrieben erfolgreich anzupassen und im großen Maßstab auf Betriebsebene vorzuführen, sind unterstützende Maßnahmen in Bereichen wie Raumplanung, Infrastruktur, Geschäftsmodelle und Marktorganisation notwendig. Diese Faktoren sind bisher schwer planbar und kontrollierbar. Das Projekt RES4LIVE zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen und die breite Anwendung von Technologien, Maschinen und Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie zur Steigerung der Energieeffizienz in Tierhaltungsbetrieben zu fördern – insbesondere auch im Hinblick auf den Verzicht auf fossile Brennstoffe.
Ein wichtiger Teil der Arbeit im Projekt besteht darin, spezifische Technologien für erneuerbare Energien und Biokraftstoffe so anzupassen, dass sie optimal in die Tierhaltung integriert werden können. Dabei liegt der Fokus auf Kosteneffizienz, betrieblicher Flexibilität und geringem Wartungsaufwand. Zu den Schlüsseltechnologien zählen PVT-Systeme, modulare Wärmepumpen, die Biogasaufbereitung zu Biomethan sowie die Nachrüstung von Traktoren, die dann mit Biomethan betrieben werden können.
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Anpassung und Demonstration dieser Technologien auf vier Pilotbetrieben in Belgien, Italien, Deutschland und Griechenland, die jeweils mindestens 12 Monate lang betrieben werden. Ziel ist es, die Machbarkeit einer fossilfreien Landwirtschaft aufzuzeigen und zu prüfen, wie diese zur Erreichung von Emissionsminderungszielen beitragen kann. Dabei sollen fossile Energieträger auf den Pilotbetrieben vollständig ersetzt werden, um zu bestätigen, dass eine nachhaltige Landwirtschaft ohne solche Brennstoffe möglich ist.
Ein weiteres Ziel ist es, die Übertragbarkeit der Lösungen auf weitere Betriebe vorzubereiten, um eine wirtschaftliche Anwendung zu ermöglichen.
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