Sechs Schlüsseltechnologien bilden den strategischen Kern der Hightech Agenda Deutschland. Die Leibniz-Gemeinschaft nutzt die enge Zusammenarbeit ihrer Institute, um Forschung, Transfer, Infrastrukturen, Produktion sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven zu verbinden. So trägt sie substanziell zum gemeinsamen Ziel bei, Deutschland als führende Innovationskraft in Europa zu positionieren.

  1. Künstliche Intelligenz: Verantwortungsvolle Evolution

    Mit Instituten aus allen wissenschaftlichen Disziplinen verfügt die Leibniz-Gemeinschaft über ein einzigartiges Portfolio im Bereich KI, das von der Entwicklung neuromorpher Hardware über KI-gestützte Präzisionsmedizin bis zu ressourceneffizienten Algorithmen reicht. Diese Breite ermöglicht die Integration technologischer, medizinischer, ökologischer und gesellschaftlicher Perspektiven. Die Leibniz-Gemeinschaft kann signifikant dazu beitragen, die nächste KI-Generation als eine vertrauenswürdige, erklärbare und gemeinwohlorientierte KI weiterzuentwickeln.

Beiträge der Leibniz-Institute

  1. Quantentechnologien: Material, Integrierte Schaltkreise und System

    Leibniz-Forschung in Mikroelektronik und Photonik bildet den Grundstein für eine integrierte Quantentechnologie. Die Leibniz-Gemeinschaft ermöglicht eine durchgängige Forschungskooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette für silizium-basierte Spin-Qubits. Einzigartig ist dabei die Integration vom Material über die Komponente bis zum System. In der Quantensensorik werden Technologien etwa für die Diagnostik von Tumoren und Stoffwechselstörungen entwickelt. Für die Quantenkommunikation liefern die Institute wichtige Beiträge für abhörsichere Kommunikation auf Basis von quantenphysikalischen Prinzipien. Ergänzt wird dies durch mathematische Methoden für Quantencomputer und zur Optimierung der Vertrauenswürdigkeit KI-gestützter Entwicklungen.

Beiträge der Leibniz-Institute

  1. Mikroelektronik: Vom kritischen Material bis zur souveränen Chip-Fertigung

    Die Leibniz-Gemeinschaft hat einen etablierten und international sichtbaren Schwerpunkt in der Mikroelektronik. Er integriert Materialforschung, mathematische Simulation und KI, Bauelemente-Entwicklung und -Implementierung bis zu Systemarchitekturen. Als Partner der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland bieten zwei Institute die einzige End-to-End-Chip-Fertigung in Deutschland für Prototyping und Kleinserien. Zu ihrer Expertise gehören eine weltweit führende siliziumbasierte Halbleiter-Technologieplattform und die Entwicklung strahlungsgehärteter Technologien für Weltraumanwendungen und Multiprozessorsysteme. Forschungs- und Methodenkompetenz besteht zudem in der dreidimensionalen Integration und Verbindung von Mikrochips, in Hochfrequenz-Technologien bei III/V-Halbleitern sowie der hybriden Chiplet-Integration. 

Beiträge der Leibniz-Institute

  1. Biotechnologie (1): Vom Molekül zum Menschen

    Von der molekularen Biotechnologie über Biotechnologie-getriebene Diagnostik und Therapeutik bis zur translationalen Medizin und Systemmedizin, Prävention und Risikoprädiktion decken die Leibniz-Institute die gesamte Wertschöpfungskette ab. Im Bereich Gen- und Zelltherapien entwickeln Institute Krankheitsmodelle und gentherapeutische Ansätze für neurodegenerative Erkrankungen, erforschen neuartige translationale Ansätze in der Medizin und setzen ihre Erkenntnisse in präzise Diagnostik, bessere Therapien und datenbasierte Prävention um. Leibniz-Institute entwickeln neuartige Antibiotika gegen multiresistente Keime. In der prädiktiven und präventiven Medizin erforschen sie Verfahren und Technologien, die Krankheitsrisiken frühzeitig erkennen und individuelle Vorsorgemaßnahmen ermöglichen: KI-gestützte Patientenprofile, umfassende Biomarker-Analytik und Validierung für Volkskrankheiten und gesundes Altern.

Beiträge der Leibniz-Institute

  1. Biotechnologie (2): Innovationskette schließen - vom Pflanzengenom zur Bioraffinerie

    Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet molekulare Grundlagenforschung systematisch mit Verfahrenstechnik und Systemwissenschaften über alle Maßstabsebenen hinweg. Schwerpunkte sind integrierte Bioraffineriekonzepte, klimaangepasste Züchtungstechnologien auf Basis einer der größten europäischen Genbanken, KI-gestützte Prozessoptimierung und digitale Pflanzenschutzsysteme sowie alternative Proteinquellen. Besondere Stärken liegen in transdisziplinären Living Labs für Co-Entwicklung mit Praxisakteuren und in KI-basierten digitalen Zwillingen von Agrarlandschaften für evidenzbasierte Politikberatung.

Beiträge der Leibniz-Institute

  1. Fusion: Von der Laserdiode bis zum strahlungsresistenten Stahl

    Leibniz-Institute tragen mit Hochleistungsdiodenlasern und in Europa einzigartig maßge-schneiderten Laserkristallen sowie Hochpräzisionsoptiken zur Fusionsforschung bei extremen Reaktorbedingungen bei. Strahlungsresistente Werkstoffe für Blanket-Komponenten und KI-gestützte Simulation vom Atom bis zum Bauteil beschleunigen Entwicklungszyklen erheblich. Sie decken damit wesentliche Teile der Technologielücken der Fusionsforschung ab.

Beiträge der Leibniz-Institute

  1. Mobilität: Nachhaltige Batterien, Wasserstoff und Leichtbau

    Die Leibniz-Gemeinschaft treibt klimaneutrale Mobilität von Batterieproduktion über Wasserstofftechnologien bis zu Leichtbaustrukturen für Luftfahrt und Drohnen voran. Besondere Alleinstellungsmerkmale sind der integrierte Design-for-Recycling-Ansatz bei Batteriematerialien, die energieeffiziente Plasmalyse zur Wasserstofferzeugung sowie Power-to-X-Katalysatoren vom Labor bis zur Validierung im Pilotmaßstab. Darüber hinaus verfügen die Leibniz-Institute über Expertise bei integralen Wasserstoffspeichern in Faserverbundbauweise und in schadenstoleranten Luftfahrtkomponenten. Des Weiteren werden Faserverbundstrukturen für die Luftfahrt, chemisches Polymerrecycling zur Kreislaufwirtschaft sowie hochfeste Legierungen und KI-gestützte Simulationen für nachhaltige Fahrzeugkomponenten entwickelt.

Beiträge der Leibniz-Institute