Die Leibniz-Gemeinschaft pflegt und fördert intensive Kooperationen mit Hochschulen. Am stärksten manifestiert sich die Zusammenarbeit in den gemeinsamen Berufungen, aber auch in institutionalisierten Kooperationen wie den Leibniz-WissenschaftsCampi. Die enge Verzahnung ist für beide Seiten besonders attraktiv durch die Eigenständigkeit der Leibniz-Einrichtungen, ihre thematische und methodische Bandbreite, ihre stark regionale Präsenz sowie ihre Verbreitung in ganz Deutschland.
Gemeinsame Berufungen

Gemeinsame Berufungen von Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen sind Standard: Seit jeher werden leitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer Hochschule gemeinsam berufen. Dies geschieht jedoch nicht nur auf Leitungsebene, sondern zunehmend auch auf zweiter und dritter Führungsebene.

Dabei profitieren beide Seiten: Für die außeruniversitäre Forschung bedeutet der unmittelbare Zugang zu Studierenden und Promovierenden stetige Erneuerung, intellektuelle Mobilität und Ideenfindung. Dem wissenschaftlichen Nachwuchs werden umgekehrt Perspektiven über die Universität hinaus geboten; auf Professorenebene wird eine enge Verzahnung von Forschung und Lehre gewährleistet. Den Studierenden können also einerseits aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert werden, andererseits können sie sich aktiv selber in die Forschung einbringen. Oft sind gemeinsame Berufungen der erste Schritt für eine intensive Kooperation zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Hochschulen.

Zurzeit sind 430 Professuren als gemeinsame Berufungen ausgestaltet.

  1. Standards für die Besetzung von wissenschaftlichen Leitungspositionen in der Leibniz-Gemeinschaft

    Die Leibniz-Gemeinschaft hat im Jahr 2016 erstmalig Standards für die Besetzung ihrer wissenschaftlichen Leitungspositionen beschlossen. In ihnen wird eine gemeinsame Besetzungskultur in der Leibniz-Gemeinschaft definiert sowie das Format und das Verfahren der Gemeinsamen Berufungen weiter entwickelt und präzisiert.

    Zur Publikation

Leibniz-WissenschaftsCampi

Mit den Leibniz-WissenschaftsCampi fördert die Leibniz-Gemeinschaft die Zusammenarbeit von universitärer und außeruniversitärer Forschung institutionell. Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen kooperieren hier im Sinne einer komplementären, thematisch fokussierten regionalen Partnerschaft.

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Joint Labs

Joint Labs sind gemeinsam von Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen betriebene oder genutzte Einrichtungen. In diesem Sinne sind Joint Labs ein weiteres Instrument der Leibniz-Gemeinschaft, mit dem sie die (zumeist regionale) Kooperation mit den Hochschulen stärkt. 

Joint Labs

  • ermöglichen Forschung und/oder
  • erbringen für beide Partner wissenschaftsunterstützende Serviceleistungen und
  • können zusätzlich die wissenschaftliche Ausbildung an der Hochschule unterstützen. 

Die gemeinsame Nutzung des Joint Labs ist in eine längerfristige Kooperation zwischen Leibniz-Einrichtung und Hochschule eingebettet. Je nach Disziplin können die zeitliche und räumliche Ausgestaltung sowie der Arbeitsmodus im Joint Lab unterschiedlich ausfallen.

Leibniz-Einrichtungen betreiben neben den Joint Labs auch Forschungsinfrastrukturen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Applikationslabore als Anlaufstellen für Unternehmen, Hochschulen und Institute.

Leibniz Graduate Schools

Den wissenschaftlichen Nachwuchs fördert die Leibniz-Gemeinschaft erfolgreich über Leibniz Graduate Schools. Leibniz-Einrichtungen kooperieren dabei eng mit Hochschulen. Junge Forschende erhalten die Möglichkeit, in einem exzellenten kooperativen und transdisziplinären Forschungsumfeld zu promovieren.

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Förderung gemeinsamer Forschungsvorhaben im Leibniz-Wettbewerb
Leibniz-Kooperative Exzellenz

Das Programm fördert besonders innovative Vorhaben, die Vernetzung voraussetzen: sowohl von Wissenschaftsdisziplinen als auch in der Zusammenarbeit mit Partnern innerhalb und außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft, etwa mit Universitäten.

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Leibniz-Professorinnenprogramm

Das Leibniz-Professorinnenprogramm richtet sich gezielt an hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen auf dem Weg in Führungspositionen.

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