Institutsübergreifende Forschungs- und Themenfelder bauen auf den häufig bereits interdisziplinären Profilen der Leibniz-Einrichtungen auf und werden durch die Sektionen und das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft identifiziert. Leibniz-Strategieforen unterstützen diesen Prozess: Sie nehmen gemeinsame Anliegen und Entwicklungen vorausschauend in den Blick und bereiten sie auf. Dafür werden auf Vorschlag des Präsidenten Verantwortungsträgerinnen und -träger durch das Präsidium (oder eine thematisch zuständige Projektgruppe) nominiert, themenspezifisch ergänzt um Mitglieder aus dem eigenen Kreis.
Leibniz-Strategieforum „Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme

Das Leibniz-Strategieforum „Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme“ hat den Auftrag, die interdisziplinäre Expertise der Leibniz-Gemeinschaft für die Überwindung von Zielkonflikten in landwirtschaftlichen und aquatischen Produktionssystemen zu eruieren. Landwirtschaft und Fischerei sind – wie wir heute wissen – Treiber der Eutrophierung von Böden und Gewässern, von Biodiversitätsverlust und Klimawandel. Umgekehrt stellen der tiefgreifende Strukturwandel und der Klimawandel die Landwirtschaft, Fischerei und Aquakulturen vor große Herausforderungen.

Welche Strategien gibt es zur Minimierung dieser Zielkonflikte? Wie können die bisher getrennt betrachteten Produktionssysteme verknüpft werden? Wie können globale Wechselwirkungen berücksichtigt werden? Es fehlen holistische und zukunftsweisende Modelle und übertragbare Lösungen. Neue Technologien und der digitale Wandel könnten diese Lücke schließen und eine nachhaltige Biomasseproduktion ermöglichen. Die Mitglieder des auf zwei Jahre angelegten Strategieforums entwickeln gemeinsam – auch unter Einbeziehung von Stakeholdern – einen methodischen Rahmen und Forschungsansatz für nachhaltige Biomasseproduktionssysteme.

Faltblatt „Leibniz-Kompetenz: Agrar- und Ernährungsforschung“ (PDF)

Mitglieder des Strategieforums "Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme" (PDF)

Leibniz-Innovationshof für nachhaltige Bioökonomie

Leibniz-Strategieforum "Open Science"

Das Leibniz-Strategieforum Open Science hat den Auftrag, die Leibniz-Gemeinschaft und deren Einrichtungen bei der strategischen Weiterentwicklung im Themenfeld Open Science zu begleiten und sich als zentrale Anlaufstelle hierzu zu positionieren.  Das Strategieforum setzt dabei auf die Vernetzung und Open Science-Expertise der beteiligten Leibniz-Einrichtungen, die sich unabhängig von ihrer disziplinären Zugehörigkeit auf die gemeinsame Frage konzentrieren: Wie kann man Open-Science-Praktiken etablieren? In diesem Sinne sieht das Strategieforum vor, die Open-Science-Aktivitäten der Leibniz-Gemeinschaft über alle Sektionen hinweg zu bündeln sowie die nationale, europäische und internationale Sichtbarkeit dieser Aktivitäten zu fördern. Zudem soll ein Umfeld für kooperative Forschung zu Erfolgsbedingungen für Open Science geschaffen werden.

Hintergrund sind Veränderungen wissenschaftlichen Arbeitens im Kontext des digitalen Wandels, bei dem die Öffnung der Forschung zu einem zentralen Paradigma geworden ist. Open Science zielt auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Forschung ab und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Rahmenbedingungen und Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten ändern sich zunehmend zu Gunsten offener Praktiken. Die Leibniz-Gemeinschaft hat Open Science als wichtiges strategisches Handlungsfeld identifiziert, um diesen Wandel entsprechend aufzugreifen und eine Kultur der Offenheit in der täglichen Forschungspraxis der Leibniz-Einrichtungen zu unterstützen.

Mitglieder des Strategieforums "Open Science" (PDF)

Leibniz-Strategieforum “Technologische Souveränität“

Das Leibniz-Strategieforum „Technologische Souveränität“ hat den Auftrag, holistische Beiträge der Leibniz-Institute zu Wertschöpfungsketten in Schlüsseltechnologiefeldern zu erarbeiten. Technologien sind die Antwort auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung oder öffentliche Gesundheit. Der Erhalt und die Stärkung der technologischen Souveränität in Schlüsseltechnologiefeldern sind daher essentiell für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand Deutschlands und Europas. Hier gilt es, durch einen tiefgreifenden Ansatz, der auch die Grundlagenforschung einschließt, wichtige Teile der Innovations- und Wertschöpfungsketten miteinander zu verknüpfen.

In den kommenden zwei Jahren werden die beteiligten Leibniz-Institute in einen interdisziplinären Austausch innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft und mit weiteren Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, und Politik treten. Ziel ist es, eine Strategie zur Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologiefeldern gemeinsam zu formulieren. Für die inhaltliche Ausarbeitung werden derzeit sechs thematische Leibniz-Cluster eingerichtet: Gesundheitstechnologien, Künstliche Intelligenz, Materialien für Digitalisierung, Quantentechnologien, Wasserstoffwirtschaft und Zukunftskommunikation.

Weitere Informationen

Mitglieder des Strategieforums "Technologische Souveränität" (PDF)

Archiv - abgeschlossene Leibniz-Strategieforen