Citizen Science ("Bürgerwissenschaft") klingt nach einer neuen Erfindung, ist aber im Kern ein bewährtes Konzept: Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich in unterschiedlicher Art und Weise an der Wissensbeschaffung und am Erkenntnisgewinn. Bereits vor Jahrhunderten gab es leidenschaftliche Laienforscher, die zu wissenschaftlichen Erkenntnissen beigetrugen, indem sie Naturphänomene experimentell erforschten und dokumentierten oder sich an Vogelzählungen beteiligten.

In den letzten Jahren haben sich die Möglichkeiten stark erweitert. Neue digitale Technologien erlauben es Bürgerinnen und Bürgern, ortsunabhängig aktiv an großangelegten Forschungsprojekten mitzuwirken. So können zum Beispiel über Smartphone-Apps Daten erhoben oder über Online-Meldeportale gemeldet werden. Ohne diese Unterstützung käme manche Forschung nicht mehr aus, da für gesicherte Erkenntnisse oft große Datenmengen benötigt werden, die hauptberufliche Wissenschaftler selbst kaum sammeln können.

Zum anderen steigt das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, an allen Stufen und Prozessen der Forschung beteiligt zu werden - von der Definition neuer Forschungsfragen über die Konzeption von Projekten bis hin zur Auswertung und Veröffentlichung.

Die Leibniz-Gemeinschaft macht sich in vielen Bereichen für Citizen Science stark und gestaltet die Weiterentwicklung federführend mit.

Leibniz-Arbeitskreis Citizen Science

Der Leibniz-Arbeitskreis Citizen Science verfolgt das Ziel, die Aktivitäten und Kompetenzen im Bereich Bürgerwissenschaften innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft zu bündeln und das Thema Citizen Science aktiv in den wissenschaftlichen und strategischen Diskurs einzubringen.

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Foto SUSANNE HECKER

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