Fachkonferenz · Hannover

30.08.2022 - 31.08.2022 · Ganztags
Erstes deutsches Open Science Festival in Hannover

Open Science lebt von der Umsetzung von Wissenschaftspraktiken, die auf Transparenz, Reproduzierbarkeit, Wiederverwendbarkeit und offener Kommunikation beruhen. Und genau diese Aspekte stehen beim ersten deutschen Open Science Festival in Hannover am 30. und 31. August 2022 im Mittelpunkt. Gemeinsam führen die Leibniz Universität Hannover (LUH) und die TIB – Leibniz‐Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften das Festival mit verschiedenen Formaten durch.

Open Science im aktuellen Wissenschaftssystem: Keynote, Paneldiskussionen und ein Open-Science-Marktplatz

Keynote-Sprecherin wird Prof. Sarah de Rijke vom Centre for Science & Technology Studies (CWTS) an der Universität Leiden sein. Sie hat zahlreiche Publikationen zu Qualitätskontrollmechanismen und Wissensproduktion veröffentlicht und ist als Autorin an den aktuellen Empfehlungen der UNESCO zu Open Science beteiligt.

Prof. Sarah de Rijke wird auch an der Paneldiskussion „Open Science – just science done right“ teilnehmen, in der sie mit Prof. Frank Miedema von der Universität Utrecht und Prof. Dr. Stefanie Büchner, Tenure Track-Professorin der LUH und Mitglied der Jungen Akademie, sowie Dr. Rainer Lange vom Wissenschaftsrat darüber reden wird, wie durch Open-Science-Praktiken wissenschaftliche Integrität befördert werden kann und wie die Anerkennungssysteme in der Wissenschaft im Widerspruch zur Umsetzung von Open Science Praktiken stehen. In einer weiteren Paneldiskussion mit dem Titel „Wem gehören die Datenströme in der Wissenschaft?“ diskutieren internationale Expert:innen, inwieweit Datenströme in der Wissenschaft – und damit auch in der offenen Wissenschaft – kommerzialisiert sind. Panelteilnehmende sind Prof. Sarah Lamdan (CUNY School of Law, New York) und Prof. Arianna Becerril-García (Vorsitzende von Ameli, Open Knowledge for Latin America and the Global South (AmeliCA), Gründer:in von Redalyc.org, und Professor:in an der „Autonomous University of the State of Mexico“). Felix Reda (Gesellschaft für Freiheitsrechte e. V.) ist angefragt. Beide Paneldiskussionen sind auf Englisch und werden aufgezeichnet.

Ein Marktplatz soll informieren, welche Initiativen und Services bereits an der Leibniz Universität und an der TIB – Leibniz‐Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften existieren und wie man selber ein Netzwerk gründen kann.

Mitmachen bei den Hands-on-Workshops

Hands-on! – Open Science lebt von der Umsetzung offener Praktiken. In verschiedenen Workshops können Interessierte Open-Science-Methoden und -Instrumente kennenlernen und sich miteinander vernetzen.

Schwerpunkte der Hands-on-Workshops:

• Moderne Wissenschaftskommunikation (Dr. Andrè Lampe, Wissenschaftskommunikator)

• Open Science in der Energieforschung (Ludwig Hülk, Reiner Lemoine Institut)

• Data Carpentry (Katrin Leinweber, GitLab – The Carpentries)

• Open Research Knowledge Graph (Dr. Oliver Karras und Dr. Anna-Lena Lorenz, beide TIB)

• Wiki-edit-athon zu „Women in Science“

• Open Access Escape Room (Yvana Glasenapp, LUH)

• Reproducibility Hackathon (Anja Eggert und Frank Krüger, Open Reproducible Data Science and Statistic)

• Transparency and openness in peer review: Toward a new publication and evaluation culture (Ludo Waltman, Centre for Science & Technology Studies (CWTS) an der Universität Leiden)

• Using Wikipedia for science communication (Paul Börsting und Maximilian Heimstädt (Weizenbaum Institut / Universität der Künste Berlin)

Mehr aktuelle Infos zum Open Science Festival in Hannover gibt es auf Twitter unter @RDM4LUH und @OSLHannover! #OSFestival

Veranstaltungsort:

Leibniz Universität Hannover, Welfenschloss
Mehr Info/Anmeldung

Eine frühe Anmeldung lohnt sich! Die Workshop-Plätze sind begrenzt. Anmeldeschluss ist am 14. Juli 2022.

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