Publikumsveranstaltung · Halle (Saale)

15.10.2020 · 18:00
Europa Debatte: Populistische Strömungen – Wo kommen sie her und wie kann ihnen begegnet werden?

Wozu brauchen wir die Europäische Integration? Die Antwort scheint klar. Sie hat den Menschen in Europa die längste Periode friedlichen Zusammenlebens beschert und durch den gemeinsamen Markt die Barrieren für die ungehinderte Mobilität von Personen, Gütern, Dienstleistungen und Kapital beseitigt. Dadurch ist die Wohlfahrt Europas gestärkt worden. Gleichwohl ist diese positive Antwort auf die Sinnfrage der Europäischen Integration keine Selbstverständlichkeit. Die Europäische Integration ist gefährdet. Kritik gibt es an manchen Entscheidungen von EU-Gremien. Sie werden zum Teil als bürokratisch, intransparent und nicht hinreichend demokratisch legitimiert empfunden.

Vor diesem Hintergrund bietet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina eine gemeinsame Veranstaltungsreihe an, die sich brennenden europapolitischen Themen der Gegenwart und Zukunft widmet. In Dialogveranstaltungen wird herausragenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik die Gelegenheit gegeben, ihre Vorstellungen zu wichtigen Fragen der zukünftigen Ausgestaltung der Europäischen Integration zu präsentieren und darüber mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.

Angesichts der Coronavirus-Pandemie sowie der damit verbundenen Wirtschafts- und Finanzkrise plädieren populistische Parteien und Strömungen für eine Rückbesinnung auf das Nationale. Woher kommt diese Europa-Skepsis und wie kann man ihr begegnen? Wichtige Fragen, zu denen die Bürgerinnen und Bürger Europas Antworten erwarten.

Für die Veranstaltung wurden Prof. Dr. Ruth Wodak, emeritierte Professorin, Lancaster University und Prof. Dr. Werner J. Patzelt, emeritierter Professor, Technische Universität Dresden, gewonnen, die für ihre ausgewiesene Expertise zu diesem Thema bekannt sind.

Veranstaltungsort:

Leopoldina
Jägerberg 1
06108 Halle (Saale)

Referent/innen:

Im Gespräch: Werner J. Patzelt (emeritierter Professor, Technische Universität Dresden) und Ruth Wodak (Lancaster University)