Vortrag · Leipzig

27.10.2022 · 18:00
Oskar-Halecki-Vorlesung 2022

Programm:

Begrüßung und Moderation

Prof. Dr. Maren Röger Direktorin des GWZO

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Ukraine literarisch

Andrii Rymlianskyi (Augsburg/Černivci) liest auf Ukrainisch und Deutsch aus Werken von Serhij Zhadan

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Festvortrag

Dr. Olesya Khromeychuk

Direktorin des Ukrainian Institute London

Choosing Freedom in Ukraine: Historical Roots

and Contemporary Meaning

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Ukraine musikalisch

Ilona Smolyanchuk (Kyïv) singt und spielt auf der Bandura

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Anschließend kleiner Empfang

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Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) erforscht die historischen und kulturellen Gegebenheiten im Raum zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart in vergleichender Perspektive. Die rund 50 am Institut tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In-und Ausland repräsentieren verschiedene Disziplinen der Geisteswissenschaften, darunter Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. In seiner Forschungsarbeit stützt sich das GWZO auf ein dichtes Netz von Kooperationen mit Forschungseinrichtungen im östlichen Europa sowie in anderen Teilen Europas und in Übersee.

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Oskar Halecki (1891–1973)

Der in Wien geborene Pole war einer der führenden Mittelalter- und Neuzeithistoriker

im Polen der Zwischenkriegszeit. Auf dem internationalen Historikerkongress 1933 in Warschau prägte er die erste Grundsatzdebatte über das Selbstverständnis der historischen Teildisziplin Osteuropäische Geschichte. In der Emigration gründete er 1942 das Polish Institute of Arts and Sciences of America (PIASA) in New York. Hier entwickelte Halecki seine geschichtsregionale Konzeption Ostmitteleuropas als historische Strukturlandschaft und verfasste seine bis heute wegweisende Gesamtdarstellung Borderlands of Western Civilization. A History of East Central Europe (New York 1952; dt. Übers. Grenzraum des Abendlandes. Eine Geschichte Ostmitteleuropas, Salzburg 1957) sowie seine grundlegende Studie The Limits and Divisions of European History (London, New York 1950; dt. Übers. Europa. Grenzen und Gliederung seiner Geschichte, Darmstadt 1957)

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Dr. Olesya Khromeychuk ist Schriftstellerin und Historikerin. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte des östlichen Europa und insbesondere der Ukraine im 20. Jahrhundert. Aus L’viv stammend, zog sie 2000 in das Vereinigte Königreich und leitet derzeit das Ukrainian Institute in London. Sie befasst sich mit umstrittenen Themen wie z. B. Kollaborationen im Zweiten Weltkrieg oder der geschlechtsspezifischen Natur von Militarisierung und politischer Gewalt. Sie lehrte u. a. an der Universität Cambridge, am University College London und dem King‘s College London. Außerdem leitet sie die Theatergruppe Molodyi Teatr London, die dokumentarische Stücke zu aktuellen sozialen und politischen Themen wie Immigration, Vertreibung und Krieg inszeniert. Sie ist Autorin von ‚Unbestimmte‘ Ukrainer. Post-War Narratives of the Waffen SS ‚Galicia‘ Division (Oxford, Peter Lang 2013) und A Loss: The Story of a Dead Soldier Told by His Sister (Stuttgart, Ibidem 2021; dt. Übersetzung 2022)

Hinweise zur Teilnahme:

Einlass ab 17:30 Uhr

Um Antwort wird gebeten bis zum 10. Oktober 2022.

Veranstaltungsort:

GWZO, Specks Hof (Eingang A), 4. Etage
Reichsstraße 4–6
04109

Referent/innen:

Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)