Die Entwicklung von Methoden zur Herstellung von humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (hiPS-Zellen) stellt einen bahnbrechenden Schritt dar, der es immer mehr Forscherinnen und Forschern erlaubt, zusätzlich oder alternativ zu Tierversuchen menschliche, organähnliche (organoide) Versuchsmodelle einzusetzen. Durch die Kombination mit modernen genom-editorischen Verfahren wird so die Entwicklung vollkommen neuer humaner Krankheitsmodelle für die Lebenswissenschaften möglich.

Die Wissenschaft kann dann auf zum Teil schwerwiegende wissenschaftliche Argumente, die den Wert  von Tierversuchen aufgrund von Speziesunterschieden in Frage stellen, deutlich besser antworten. Außerdem können gesamtgesellschaftlich relevante, ethische und zum Teil bereits juristisch bindende Vorgaben zum Ersatz von Tierversuchen besser berücksichtigt werden.

Der methodisch-technologische Austausch über Stammzellen und deren Anwendung in den durch die Netzwerkpartner vertretenen Forschungsbereichen – mit den Schwerpunkten Grundlagenforschung, Krankheitsmodellierung, Medikamentenentwicklung, Stammzelltherapie, sicherheitstoxikologische Testung und Artenschutz – generiert einen deutlichen Mehrwert innerhalb der Leibniz Gemeinschaft . Er trägt der rapiden technischen Entwicklung dieses Feldes Rechnung.

Das Leibniz-Forschungsnetzwerk "Stammzellen und Organoide" wird Kompetenzen bündeln, das Feld weiterentwickeln, Translation fördern und den Bereich Stammzellforschung in der Leibniz-Gemeinschaft nach außen hin sichtbar machen.

Netzwerkpartner

Sprecherin
Prof. Dr. Ellen Fritsche
IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung, Düsseldorf
T 0211 3389 217
Koordination
Dr. Julia Tigges
IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung, Düsseldorf
Auf’m Hennekamp 50
40225 Düsseldorf
T 0211 3389 217
julia.tigges@iuf-duesseldorf.de